Mit Pfeil und Bogen: Großewildjäger erlegt vom Aussterben bedrohtes Tier
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Mit Pfeil und Bogen: Großewildjäger erlegt vom Aussterben bedrohtes Tier

Walter Palmer, ein amerikanischer Zahnarzt, der in seiner Freizeit seltene Tier jagt, hat wieder zugeschlagen. Für sein neuestes Ziel reist der 60-Jährige bis in die Mongolei - Tierschützer auf der ganzen Welt protestieren!

2015 sorgt der US-Amerikanische Zahnarzt Walter Palmer für einen weltweiten Aufschrei. Er reist nach Zimbabwe, wo er den Löwen Cecil erlegt. Cecil ist bis zu seinem der Wilderei geschuldeten Tod eines der Wahrzeichen des Hwange-Nationalparks.

Für seinen fragwürdigen Jagdausflug wird Palmer scharf kritisiert. Nach eigenen Angaben gehen einige der Protestierenden so weit, dass in seiner Praxis Morddrohungen eingehen. Daraufhin lässt er seine Arbeit für einige Zeit ruhen. Gelernt hat er anscheinend allerdings nicht.

Großwildjäger erlegt seltenes Wildschaf

Der Hobby-Jäger hat wieder zugeschlagen! Und wieder muss ein seltenes, vom Aussterben bedrohtes Wildtier den Kopf hinhalten für die Lüste des schießwütigen Zahnarztes. Diesmal zieht es den 60-Jährigen in die Mongolei. Dort erlegt er ein sogenanntes Altai Argali. WWF schätzt, dass es von dem Wildschaf weltweit nur noch 19.000 Exemplare gibt - es steht also auch auf der roten Liste der bedrohten Arten.

Palmer hält das aber nicht davon ab, das Tier mit Pfeil und Bogen zu jagen und zu töten. Stolz setzt er sich für einen Social Media Post in Szene. Das Absurde ist, dass der Zahnarzt auf Abwegen seine Trophäe nicht in die Heimat einführen darf. Import-Gesetze der USA verbieten es, dass erlegte Wildschaf mit ins Land zu bringen.

100.000 Euro teurer Jagdtrip

Der Daily Mirror gibt an, Palmer habe für den Jagdausflug insgesamt 100.000 Dollar bezahlt. Das ist ein hohe Summe dafür, dass er nun mit leeren Händen zurückkommen wird. Wie bei seinem Skandal-Schuss vor fünf Jahren sieht er sich jetzt erneut starkem Gegenwind ausgesetzt.

Tierliebhaber auf der ganzen Welt denunzieren den Zahnarzt und seine Jagd-Gewohnheiten. Dass ihn das jedoch stört oder gar vom Jagen abbringt, ist eher unwahrscheinlich.

Von Sarah Kirsch

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