Teenagerin stirbt an Kaugummi-Sucht: Ihre Mutter spricht eine eindringliche Warnung aus

Niemals hätte Samantha oder irgendwer in ihrem Umfeld geahnt, welche schrecklichen Folgen ihr ständiges Kaugummikauen mit sich bringen würde. Wenn doch, wäre die 19-Jährige heute sicher noch am Leben.

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Am 03. Juni 2011 stirbt die damals 19-jährige Samantha, doch ihre Mutter, Maria Morgan, kommt es vor als wäre es gestern gewesen. Um andere Familien vor demselben tragischen Schicksal zu bewahren, warnt sie nun vor den verheerenden Folgen einer Kaugummisucht.

Der Tag, an dem alles geschah

Nachdem sie den Tag draußen in der Sonne verbracht hat, fühlt sich Samantha auf einmal unwohl. Morgan vermutet, dass ihre Tochter dehydriert ist.

Also empfiehlt sie ihr, sich auszuruhen und viel Wasser zu trinken. Plötzlich hört sie im oberen Geschoss einen dumpfen Aufschlag, wie sie gegenüber Wales Online berichtet:

Meine andere Tochter und ich sprangen auf und rannten zur Tür und ich fragte 'was zur Hölle war das?' Und sie schrie die Treppe runter: 'Fühlt es sich so an zu sterben?' Und dann hörten wir einen weiteren Plumps.

Die beiden finden Samantha mit einem Krampfanfall auf dem Boden liegend und bringen sie sofort ins Krankenhaus. Doch auch vor Ort krampft Samantha noch immer.

Also beschließen die Ärzte, sie in ein künstliches Koma zu versetzen, um den Natriummangel auszugleichen und sich einen besseren Überblick von der Situation zu verschaffen.

Leider verschlechtert sich Samanthas Zustand weiterhin und drei Tage später verstirbt sie. Morgan berichtet:

Alles, an was ich mich erinnere ist, dass ich Freitag mit meiner Tochter ins Krankenhaus gefahren bin und es Montag mit ihrer Brille wieder verlassen habe. Mehr hatte ich nicht.

Warum musste Samantha sterben?

Es dauert Jahre, bis die Familie und Experten herausfinden, wie genau es zu Samanthas Tod kommen . Den ausschlaggebenden Hinweis liefert Morgans andere Tochter, als sie von Samanthas exzessiver Angewohnt berichtet, Kaugummi zu kauen:

Ich erinnere mich, dass sie jeden Tag gekaut hat. Ich könnte nicht sagen, wie viele, doch sie kaute sie jeden Tag und kaufte mindestens ein Paket pro Tag, auf dem Weg zur Arbeit manchmal zwei Pakete.

Gerichtsmediziner Dr. Paul Griffiths hält zunächst eine zerebrale Hypoxie für die Todesursache, welche durch Krämpfe und Elektrolytmangel hervorgerufen wird.

Doch nachdem er von Samanthas Kaugummisucht erfährt, hält er diese für die eigentliche Ursache des Elektrolytmangels. Bei der Autopsie findet er außerdem fünf hellgrüne Klumpen, die später als Kaugummi identifiziert werden.

Seit der Tragödie haben Morgan und ihre Kinder nie wieder auch nur ein Kaugummi angefasst. Sie will Niemandem etwas verbieten, aber ihr ist es ein Anliegen, die Menschen aufzuklären:

Ich sage der Welt nicht, dass sie aufhören sollen, Kaugummi zu kauen, doch was mich stört ist, dass wir nicht wissen, was in solchen Dingen enthalten ist. Wir denken unsere Kinder nehmen etwas Harmloses zu sich. Wir haben keine Ahnung, welchen Gefahren wir sie aussetzen.