Deutscher Richter nimmt gegenüber Tunesier kein Blatt vor den Mund

Erst vor kurzer Zeit sorgte der Fall eines straffälligen Tunesiers mit 18 Identitäten für Aufregung, den die Berliner Polizei angeblich zu lasch behandelte und wieder freiließ. Jetzt gibt es einen neuen Fall aus Plauen. Vor dem Plauener Amtsgericht bekommt es ein mehrfach straffällig gewordener Tunesier, dessen Asylantrag abgelehnt wurde, mit einem Richter zu tun, der ungewöhnlich deutliche Worte für den 22-Jährigen findet. Im Video erfahrt ihr den genauen Wortlaut.

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Die Vorgeschichte des Malek G.

Laut Angaben der BILD-Zeitung kam Malek G. 2015 über Frankreich nach Deutschland. Seitdem erhielt er sechs Einträge im Bundeszentralregister, u.a. wegen Schwarzfahrens, Diebstahls und Drogenbesitzes. Sein Asylantrag wurde abgelehnt. Privat wurde er Vater.

Bei einem Termin in der Plauener Ausländerbehörde im Juni 2017 kam es zu einem heftigen Streit mit einer Mitarbeiterin. Demnach erzählte G., seine Aufenthaltsgenehmigung sei in der Wäsche gelandet, er brauche eine neue. Die Angestellte beschränkte seinen Aufenthalt auf den Landkreis, weil er schon straffällig geworden war. Das machte Malek G. aggressiv, er brüllte: „Du bist eklig. Und du kannst machen, was du willst. Ich bleibe in Deutschland, du alte Fo...!“

Deutliche Worte des Richters

Obwohl die Staatsanwältin eine Geldstrafe forderte, verhängt der Richter eine Freiheitsstrafe. Das Urteil lautet ein Monat und drei Wochen Haft.

Hinzu kamen ungewöhnlich scharfe Worte: „Sie sind Gast in unserem Land. Sie sind ein ungebetener Gast in unserem Land. Personen, die hier Straftaten begehen, können wir hier nicht gebrauchen. Sie haben ein deutliches Problem mit Frauen. Packen Sie Ihre Sachen und gehen Sie nach Tunesien zurück.“

Da Malek G. bereits 48 Tage in Untersuchungshaft saß, darf er gehen, begleitet von seiner Partnerin.