Deshalb verteilt die Polizei jetzt Knöllchen für Obdachlose!

Die Stadt Dortmund ist jetzt in den Schlagzeilen und viele werfen ihr Unmenschlichkeit vor. Denn Obdachlose, die auf offener Straßen schlafen, erwartet ab jetzt ein Bußgeld.

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Ein bekanntgewordener Fall über einen obdachlosen Mann, der letzten Herbst der Stadt Dortmund wegen wiederholten Schlafens auf öffentlichem Raum 20 Euro überweisen sollte, lässt nun mutmaßen, ob die Stadt so ihre Obdachlosen vertreiben will: „In der Nordstadt wäre so etwas wohl nicht passiert“, sagt Alexandra Gehrhardt, Redaktionsleiterin der Straßenzeitung Bodo, und spricht damit eine weitverbreitete Vermutung aus.

Zu wenig Schlafplätze Schuld an dem Schlamassel?

400 Obdachlose zählt die Stadt Dortmund offiziell, sicherlich sind es sogar einige mehr. Schlafplätze gibt es 90. Diese kosten allerdings 219,00 Euro im Jahr. Dies und noch andere Gründe verhindern es, dass viele Obdachlose diese nicht nutzen - unter anderem kommt es immer wieder zu Diebstählen und Hunde sind in den Räumen auch nicht erlaubt.

Im Jahr 2017 wurden 407 Verstöße gemeldet

Die Stadt beteuert zwar, dass Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nicht gezielt nach Obdachlosen, die auf der Straße schlafen, suchen. Dennoch meldete die Stadt allein im Jahr 2017 407 Verstöße gegen „Lagern, Campieren und Übernachten auf öffentlichen Plätzen“. Dazu seien nur in Wiederholungsfällen Strafen bis zu 20 Euro ausgesprochen worden. Werden diese nicht beglichen, droht den Betroffenen im schlimmsten Fall Gefängnis. Was letztendlich an Strafe angemessen ist, entscheide aber immer ein Mitarbeiter von Fall zu Fall.

Dass manche Leute auch viel Mitmenschlichkeit gegenüber Obdachlosen zeigen können, zeigt ein Fall aus den USA, wo ein Mann eine obdachlose Frau täglich zum Essen einlädt.

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