Tattoo-Entfernung ohne Laser: Abschleifen/Dermabrasion

Tattoo-Entfernung ohne Laser: Abschleifen/Dermabrasion

Eine Möglichkeit, sich eines ungeliebten Tattoos zu entledigen, stellt die sog. Dermabrasion dar. Das Vorgehen verursacht verhältnismäßig geringe Nebenwirkungen und gibt damit der Haut die Chance, natürlich zu altern. Klar ist aber auch: Dermabrasion bedeutet in der Praxis, das Tattoo abzuschleifen und dadurch die Farbpigmente von der Haut zu entfernen.

All jenen, die mit dem Gedanken spielen, ein Tattoo mittels Dermabrasion entfernen zu lassen, sollte bewusst sein, dass es sich hierbei um einen chirurgischen Eingriff handelt. Auf gründliche Art und Weise werden sämtliche Farbpigmente abgeschliffen, sie lagern sich nicht im Körper ein und stellen dadurch kein zusätzliches Gesundheitsrisiko dar. Allerdings ist der Eingriff als solcher nicht unwesentlich, denn es entsteht eine großflächige Wunde, die ein Einfallstor für Infektionen darstellen kann.

Vor- und Nachteile der Dermabrasion

Der Ansatz, ein Tattoo wegschleifen zu können und die Sache darauf beruhen zu lassen, gefällt vielen Betroffenen. In der Vergangenheit wurde die Dermabrasion auch oftmals in Hautkliniken angewandt, allerdings waren die Ergebnisse der Behandlung selten voll zufriedenstellend. Dies ist auch ein Grund dafür, weshalb du heute nur noch selten auf solche Angebote stoßen wirst. Hier ist es sehr wichtig, ausschließlich versierte Praktiker in Betracht zu ziehen, denn der Eingriff ist nicht zu unterschätzen.

Die wesentlichen Aspekte dennoch kurz dargestellt:

Vorteile

-       Oftmals vollständiger Abtrag der Farbpigmente der Haut möglich

-       Örtliche Betäubung reicht in den meisten Fällen

-       Relativ günstig im Vergleich zu anderen Methoden

Nachteile

-       Großflächige Wunde mit erhöhtem Risiko der Narbenbildung sowie Infektionen

-       Längere Regenerationszeit und dadurch erhöhter Pflegeaufwand

-       Sehr schmerzhaft und langwierig, in Abhängigkeit der Größe des Tattoos

Wissenswertes zur Dermabrasion

Jeder, der sich schon einmal die Haut aufgescheuert hat, weiß um die latenten, großflächigen Schmerzen danach. Die Wunde muss für längere Zeit aufwendig umsorgt und vor Fremdkörpern geschützt werden, was in der Realität gar nicht so einfach ist. Auch kommen, je nach Ausprägung des Tattoos, entweder von Hand betriebene Fräsen oder ein Sandstrahlgerät zum Einsatz – es erfordert viel Erfahrung und Können, um den Zeitaufwand auf ein Minimum zu reduzieren und das Schmerzempfinden des Betroffenen zu verringern. Trotz aller Vorteile, insbesondere durch die möglicherweise vollständige Entfernung des Tattoos, solltest du dir auch weniger gravierende Eingriffe ansehen und die Chancen und Risiken abwägen.

Weitere Informationen zur Laserbehandlung sowie chirurgischen Eingriffen zur Tattoo-Entfernung findest du in den entsprechenden Beiträgen.

• Sophie Kausch