Tattoo-Entfernung ohne Laser: Chemisches Peeling (Freilegung der Farbpigmente)

Tattoo-Entfernung ohne Laser: Chemisches Peeling (Freilegung der Farbpigmente)

Soll die Körperkunst weg, entscheidet sich nicht jeder für eine Laserbehandlung. In einigen Fällen bietet sich beispielsweise ein chemisches Peeling zur Entfernung des Tattoos an. Das Verfahren ist vergleichbar mit der Dermabrasion, bei welcher Haut abgeschliffen wird und dadurch sämtliche Farbpigmente des Tattoos entfernt werden können. Bei einem chemischen Peeling kommen bestimmte Substanzen zum Einsatz, die die obere Hautschicht angreifen und den Zugang frei machen für die Hautschicht, in der die Farbpigmente liegen.

Wie auch bei anderen Verfahren der Tattoo-Entfernung, erfordert das chemische Peeling eine langwierige Regenerations- und Heilungsphase. Das ist nicht allein mit Schmerzen verbunden, sondern erhöht natürlich auch das Infektionsrisiko und schränkt dich für gewisse Zeit im Alltag ein. Wir erläutern dir im nächsten Absatz, wie das Verfahren genau aufgebaut ist und welche Aspekte du hierbei beachten solltest.

Chemisches Peeling ist schmerzhaft und erfordert eine örtliche Betäubung

Anders als bei der Dermabrasion, wo Haut auf mechanische Art und Weise abgeschliffen wird, basiert das chemische Peeling auf bestimmten Substanzen, die die obere Hautschicht freilegen und eine Entfernung der Farbpigmente ermöglichen. Der Vorteil dieses Verfahrens liegt auf der Hand: Es lassen sich alle Farben bearbeiten und auch Pigmente wirksam entfernen. Der Eingriff erfordert jedoch Planung und geht ohne eine lokale Betäubung nicht vonstatten, auch bleiben deutlich sichtbare Narben zurück. Zuletzt greift dieses Verfahren die Haut dermaßen stark an, dass eine ausgedehnte Heilungsphase notwendig wird, die dich natürlich im Alltag einschränkt und besondere Vorsichtsmaßnahmen (Pflege, Reinigung, Schwimmbad, etc.) erfordert.

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Fruchtsäure schält obere Hautschichten ab, um an die Farbpigmente zu gelangen

Klassischerweise kommt beim chemischen Peeling zunächst Fruchtsäure zum Einsatz, welche die obenliegende Hautschicht verätzt und den Bereich freilegt, in welchem sich die Farbpigmente deines Tattoos befinden. Allein dieser Schritt ist mit starken Schmerzen verbunden, die in einigen Fällen auch eine Vollnarkose notwendig machen könnten. Der Abtrag der Farbpigmente wird durch chemische Mittel ermöglicht oder bei Bedarf manuell vorgenommen, etwa durch Einsatz eines Wasser- oder Sandstrahls. Das Risiko ist stets gegeben, dass die verbleibende Hautpartie deutlich heller ist als umliegende Bereiche – das ist immer dann möglich, wenn nicht allein Pigmente der Tätowierung erreicht werden, sondern auch hauteigene Farbpigmente.

Im Klartext: Nicht allein der Bereich des Tattoos ist betroffen, sondern auch umliegende Bereiche. Je nach Größe des Tattoos ist damit natürlich der sichtbare Teil dieser Tattoo-Entfernung größer, was sich insgesamt auf das Erscheinungsbild deiner Haut auswirkt. Ein chemisches Peeling sollte deshalb unter Umständen als ein Teil der Tattoo-Entfernung betrachtet werden, in Kombination mit anderen Methoden – je nach Lage und Umfang der Tätowierung.

Sophie Kausch
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