Tattoo-Entfernung ohne Laser: Diese Möglichkeiten gibt es

Tattoo-Entfernung ohne Laser: Diese Möglichkeiten gibt es

Wer sich von einem ehemals liebgewonnenen Motiv trennen möchte, kann Tattoos auch ohne Laser entfernen lassen. Es gibt verschiedenste Methoden, die je nach Größe und Umfang des Tattoos in Frage kommen. Allerdings geht die Tattooentfernung ohne Laser stets mit unterschiedlichen Auswirkungen auf die Haut einher -sie bringt mehr Nebenwirkungen, als die bewährte Laserbehandlung.

Für welche Variante du dich letztlich entscheidest oder welche Kombinationslösung du wählst, hängt von deinem Schmerzempfinden sowie dem Umfang der Tätowierung ab, die ungeschehen gemacht werden soll. Wir stellen dir einige ausgewählte Verfahren vor, die sich für eine Tattooentfernung ohne Laser anbieten.

Die eleganteste Variante: Übertätowieren (Cover-up)

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Nicht immer muss das gesamte Tattoo verschwinden, wenn du nicht mehr daran interessiert bist. Oftmals bietet sich dein Motiv dafür an, Teil eines neuen Tattoos zu werden oder mit einem anderen verbunden zu werden. Damit ließen sich peinliche oder fehlerhafte Tattoos „kaschieren“, die Kosten hierfür sind geringer und die Chance besteht, dass du nochmals eine Überarbeitung in Angriff nehmen kannst. Diese Vorgehensweise empfiehlt allerdings oftmals nur bei klassischen, nicht überaus farbenreich gestalteten Tattoos. Auch muss dir bewusst sein, dass damit kein Tattoo entfernt wird, sondern eine größere Tätowierung entsteht.

Dermabrasion: Obere Hautschichten abschleifen

Diese Methode eignet sich deshalb in vielen Fällen, weil es möglich ist, jegliche im Tattoo verarbeiteten Farben passend zu behandeln. Diese Tattooentfernung ohne Laser basiert auf rein mechanischen Mitteln und auf einem Sandstrahlgerät, das zielgerichtet genau dort zum Einsatz kommt, wo ein Teil des Tattoos entfernt werden soll. Verständlicherweise können damit Ganzkörpertattoos oder größere Motive nicht entfernt werden, auch fallen die Extremitäten raus. Es braucht eine örtliche Betäubung, zudem ist das Narbenrisiko sehr real. Die Regenerationszeit der Haut ist entsprechend lang und benötigt viel Pflege, das Risiko von Entzündungsherden oder Infektionen jederzeit gegeben.

Farbpigmente verbrennen: Tattooentfernung mittels Diathermie

Diese Variante basiert auf elektrischem Strom, der gezielt in die betreffende Haut geleitet wird und dort Hitze erzeugt. Auf diese Weise wird versucht, den in der Haut befindlichen Farbstoff deines Tattoos zu lösen und sozusagen zu verbrennen. Indem das abgestorbene Gewebe nach außen geleitet wird und die Haut damit die Möglichkeit zur Regeneration erhält, sollen sich kleinere Tätowierungen auf diese Weise behandeln lassen. Allerdings bleiben mit Sicherheit Narben zurück, außerdem brauchst du eine lokale Narkose und läufst Gefahr, dass auch gesundes Hautgewebe angegriffen wird. Zudem besteht im Zuge der Wundheilung ein größeres Risiko für Infektionen, was ein diszipliniertes Verhalten sowie ganzheitliche Pflege und Schonung voraussetzt.
Sophie Kausch
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