Welche Risiken und Nebenwirkungen haben Tattoos?

Welche Risiken und Nebenwirkungen haben Tattoos?

Ein Tattoo sieht zwar gut aus und kann zu einem einzigartigen Erkennungsmerkmal werden, geht aber auch mit Risiken einher. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass du von Anfang an die wichtigsten Pflegehinweise beachtest und kein unnötiges Risiko eingehst. Andernfalls verlängert dies die Heilungsphase und kann zu Entzündungen oder Infektionen führen. Wir geben dir wichtige Tipps für die Praxis!

Grundsätzlich solltest du hinsichtlich der Risiken eines Tattoos wissen, dass ein frisch gestochenes Tattoo ganz allgemein eine Wunde darstellt. Wenn du diese nicht richtig schützt und pflegst, können Entzündungen entstehen – damit ist auch die Narbenbildung wahrscheinlicher. Vor allem am Tag des Stechens ist dein Körper angreifbar, der betreffende Bereich sieht aus und fühlt sich an wie ein schwerer Sonnenbrand. Schwillt das Ganze nicht binnen weniger Tage ab, ist das ein Indiz für eine Infektion.

Was kann alles schiefgehen? Typische Risiken durch ein Tattoo

-       Infektionen können auftreten, wenn Krankheitserreger, Bakterien oder Pilze über die offene Wunde in den Organismus gelangen. Dabei reden wir nicht „nur“ von Herpes oder Warzen, sondern auch von schwerwiegenden Infektionen wie HIV oder Hepatitis. Das Risiko bei einem Tattoo beginnt aber bereits im Tattoostudio selbst: Unsaubere Nadeln stellen ein gravierendes Übertragungsrisiko dar.

-       Wenn du deiner Haut nicht ausreichend Zeit zur Regeneration gibst, können auch irritierende Stoffe, Bakterien in öffentlichen Bädern oder dergleichen, Infektionsrisiken darstellen. Das Schwimmen mit frischen Tattoos ist ohnehin nicht zu empfehlen.

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-       Unklar ist bei vielen Farbstoffen, inwiefern du selbst darauf allergisch reagierst oder diese zu Hautreizungen führen können. Ein Risiko besteht auch dann, wenn das Tattoo wieder entfernt werden soll und durch Aufspalten der Farbpigmente eine Abgabe an den Körper stattfindet. Aus diesem Grund ist Weglasern mit Abstand die schonendste, sicherste und effektivste Art der Tattooentfernung – zugleich aber auch, je nach Größe des Tattoos, die langwierigste.

-       Ein klassisches Tattoo-Risiko ist selbstverständlich auch die Narbenbildung, die immer dann gegeben ist, wenn die Wunde nicht richtig verheilt. Möglich wäre dies bei Unprofessionalität des Tätowierers, etwa wenn zu tief gestochen wird – hier kann es sich mitunter auch um Körperverletzung handeln.

In welchen Fällen ist das Risiko eines Tattoos zu hoch?

Es gibt Fälle, in denen stark davon abzuraten ist, sich ein frisches Tattoo stechen zu lassen. Etwa dann, wenn du schwanger bist oder aber eine Nickelallergie hast. Nickel ist zwar kein Inhaltsstoff klassischer Tattoofarben, kann aber als Verunreinigung dennoch auftreten. Ansonsten empfehlen Mediziner vor allem Diabetikern, Blutkranken sowie Herzkranken, auf die Risiken eines Tattoos zu verzichten. Grundsätzlich solltest du bei Bedenken stets mit deinem Arzt Rücksprache halten.

Sophie Kausch
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