Wie pflege ich ein frisch gestochenes Tattoo richtig?

Wie pflege ich ein frisch gestochenes Tattoo richtig?

Wer die Strapazen auf sich genommen hat und gebannt darauf wartet, stolz das Tattoo zu präsentieren, sollte Folgendes grundsätzlich wissen: Ein frisch gestochenes Tattoo ist gleichbedeutend mit einer oberflächlichen Hautwunde. Wir geben dir praktische Tipps für den Umgang mit deinem neuen Schmuckstück und Empfehlungen für die richtige Tattoo-Pflege zu Beginn.

Wenn ein frisch gestochenes Tattoo nicht ausreichend lange geschont wird und durch Nachlässigkeiten ernsthafte Infektionen oder Hautreizungen drohen, ist das alles andere als erfreulich. Aus diesem Grund gilt: Finger weg vom Tattoo, solange die Wundheilung nicht abgeschlossen ist und sich weiterhin Wundsekret oder aber Krusten ausbilden! Für die Pflege des Tattoos gilt daher, die frische Wunde so gut es geht zu schützen und dabei auf luftdurchlässiges, trockenes Verbandmaterial zurückzugreifen. In der Regel reichen hier zwei bis drei Tage – ausgenommen sind jene Bereiche, wo die Haut besonders strapaziert wird oder anderweitig Druck auf die Wunde ausgeübt werden kann. Mit einem unsachgemäß abgedeckten Tattoo, etwa mittels Frischhaltefolie, erhöhst du durch Anstauung von Feuchtigkeit und Wärme lediglich die Entstehung einer Wundkammer.

Beobachte die Wundheilung deines Tattoos

Dein neues Tattoo pflegst du am besten, indem du die obigen Ausführungen penibel einhältst und der Wunde die Zeit gibst, die zur Ausheilung nötig ist. Während dieser Phase, die sich stark von Person zu Person unterscheiden kann, solltest du den Kontakt der Haut mit irritierenden Substanzen, Gels und dergleichen strikt vermeiden. Beim Wechsel der Verbandsmaterialien musst du besonders vorsichtig sein, um abgelagerte Krusten oder Sekrete nicht ständig neu aufzureißen – ideal sind spezielle Wund- und Heilsalben.

Welche Risiken gibt es, wenn das Tattoo nicht richtig gepflegt wird?

Ein Tattoo ist grundsätzlich eine Wunde, diese kann bei Verunreinigungen oder Kontakt mit irritierenden Substanzen die Entstehung einer Infektion fördern, Hautreizungen verursachen oder die Narbenbildung begünstigen. Auch Krankheiten können somit einfacher übertragen werden, unter Umständen können sich auch Knoten oder eine Schwellung der Lymphknoten bilden. Für eine richtige Tattoo-Pflege solltest du daher schon ganz zu Beginn viel Wert darauf legen, dass dein Tätowierer hohe Hygienestandards einhält und beispielsweise erfragen, welche Farbstoffe bei deinem Muster zum Einsatz kommen. Zu viel Sonne sowie der direkte Kontakt mit Schweiß oder anderen Flüssigkeiten sollte unbedingt vermieden werden. Tritt trotz aller Präventionsmaßnahmen und der richtigen Tattoo-Pflege eine Infektion auf, solltest du in jedem Fall zügig zum Dermatologen.

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Wie pflege ich mein Tattoo und halte es gleichzeitig sauber und trocken?

Um die Wundheilung nicht zu verzögern oder zu unterbrechen, solltest du die betroffene Region mit wenig Wasser und möglichst ohne parfümierte Pflegeprodukte sauber halten und pflegen. Besser ist ein sanftes Abtupfen, vermeide in jedem Fall zu starke Reibungen – das würde die Haut nur unnötig irritieren. Fusselfreie Reinigungstücher zum einmaligen Gebrauch findest du beim örtlichen Drogeriemarkt oder im gut sortierten Sanitätshaus.

Wann kann ich die Tattoo-Pflege etwas lockerer angehen? 

Die ersten drei bis vier Tage sind entscheidend, denn währenddessen kann der Körper die Wundheilung in Gang setzen und die Wunde eigenständig vor Fremdkörpern schützen. Insbesondere der direkte Kontakt mit Sonne, körperliche Betätigung (Sport, Fitness, etc.) sowie der Besuch einer Sauna oder eines Schwimmbadessollten aber für einige Wochen weiterhin vermieden werden.

• Sophie Kausch