80%-Trefferquote: So könnten uns Spürhunde bald im Kampf gegen das Coronavirus unterstützen
80%-Trefferquote: So könnten uns Spürhunde bald im Kampf gegen das Coronavirus unterstützen
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80%-Trefferquote: So könnten uns Spürhunde bald im Kampf gegen das Coronavirus unterstützen

Hunde sind vor allem für ihren unglaublichen Geruchssinn bekannt. Doch das Experiment, das nun Forscher der Deutschen Bundeswehr mit Spürhunden der Truppe durchführt, klingt selbst für die Vierbeiner zunächst sehr ambitioniert.

Forscher der Bundeswehr beschäftigen sich aktuell mit einem absurd klingenden Projekt. Die truppeneigenen Spürhunde sollen trainiert werden, Corona-Infizierte anhand des Geruches als solche zu erschnüffeln. Und tatsächlich: Das Team verzeichnet erste Erfolge!

Hunde erschnüffeln Corona

Bislang kommt der beste Freund des Menschen vor allem beim Erschnüffeln von Sprengstoffen und Drogen zum Einsatz. Durch seine Fähigkeit, die molekulare Zusammensetzung von Gerüchen genauestens "analysieren" zu können, hilft er zudem auch in der Medizin.

Er nimmt wahr, ob ein Diabetes-Patient unterzuckert ist, und kann anhand der Atemluft eines Betroffenen erkennen, welche Krebserkrankung er hat. Doch nun sollen Spürhunde eine weitere Aufgabe übernehmen: Sie sollen Corona erschnüffeln!

"Trefferquote von 80 Prozent"

Dazu trainiert die Deutsche Bundeswehr, wie auch andere Länder, zehn ihrer Vierbeiner mit Speichelproben von Covid-Patienten. Schaffen sie es, anhand des Geruches den Speichel Infizierter von Nicht-Infizierten zu unterscheiden?

Für das Üben verwenden die Hundetrainer Proben, die zuvor chemisch unschädlich gemacht wurden. So soll verhindert werden, dass sich das Team während des Experiments selbst ansteckt. Und tatsächlich kann die Dientshundeschule bereits tolle Erfolge verzeichnen:

Mit einer Trefferquote von derzeit etwa 80 Prozent sind die Forscher in Ulmen auf dem besten Weg, das Projekt erfolgreich weiterzuführen!

Bald schon Corona-Schnüffler im Einsatz?

Der nächste große Schritt wird schließlich sein, auf aktive Speichel-, Urin- und Schweißproben umzusteigen. Diese werden das Forscherteam vor noch größere Herausforderungen stellen, angesichts der steigenden Infektionsgefahr.

Und trotzdem: Die ersten Ergebnisse geben Anlass zur Hoffnung, dass die Hunde schon bald in der Lage sein werden, mit nahezu hundertprozentiger Sicherheit Corona-Infizierte von Gesunden unterscheiden zu können - alleine anhand des Geruchs!

Den Forschern ist klar: Sollte ihr Projekt in der Tat gelingen, wäre dies ein großer Fortschritt im Kampf gegen Corona. Von daher können wir den Spürhunden nur die Daumen drücken, dass ihre trainierte Nase sie auch in Zukunft nicht im Stich lassen wird.

Von Sarah Kirsch
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