Achtung, Schnee: Hier lauern Gefahren für Hunde
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Achtung, Schnee: Hier lauern Gefahren für Hunde

Von Lisa Fehrs

Für unsere Hunde ist ein Winter Wonderland genau so ein Spaß, wie für uns Menschen - klar, dass Frauchen oder Herrchen da seinen Vierbeiner mit nach draußen nehmen will. Grundsätzlich ist das auch möglich - nur auf ein paar potentielle Gefahren solltest du vorher denken...

Ein Spaziergang in der winterlichen Natur erfreut die Gemüter und verzaubert die Sinne. Auch viele Hunde sind bei den ersten Flocken kaum noch wieder zu erkennen und stürzen sich in das bunte Schneetreiben. Doch damit das Ganze glatt abläuft, findest du hier ein paar Tipps...

Zusammenstöße vermeiden

"Trainierte Hunde ab mittlerer Größe können bei einem Tagesausflug gut mithalten", so Tierärztin Katharina Reitl gegenüber dem Kurier. Allerdings ist bei aller Freude dennoch Vorsicht geboten: "Manche Hunde lassen sich übermütig den Hang hinunter, die Schwerkraft dazu und sie können sich überschlagen." Um dies zu verhindern, können kurze Pausen und Etappen hilfreich sein.

"Aus veterinärmedizinischer Sicht spricht nichts dagegen, dass Hunde Schneeschuhwanderer begleiten", erklärt die Veterinärin. Zusammenstöße mit Skiern seien dabei allerdings unbedingt zu vermeiden: "Hunde können durch den Aufprall - wie Menschen - Brüche oder ein Schädel-Hirn-Trauma erleiden. Häufig sind Schnittwunden."

Kälteschock für den Hundemagen

Beim ausgelassenen Toben kann es außerdem auch passieren, dass Hunde ganze Schneebrocken schlucken, oder sich sogar wortwörtlich den Bauch mit Schnee vollschlagen. Was einige Tiere gut vertragen, kann für andere schädlich sein - sie reagieren dann mit einer sogenannten "Schnee-Gastritis". Hierbei handelt es sich um eine akute Magenschleimhaut-Entzündung, die der aufgenommene Schnee verursachen kann.

Dabei sind nicht in erster Linie das gefrorene Wasser oder die Kälte Schuld, sondern die Verunreinigungen, wie etwa Streusalz, Split und Schmutz, die sich darin befinden. Zu den typischen Symptomen einer Schnee-Gastritis gehören Gurgeln im Magen/Darm, Bauchschmerzen (angespannte Bauchdecke, aufgekrümmter Rücken), Durchfall, Speicheln, Würgen, Erbrechen, Husten Fieber. Dem Vierbeiner deshalb bitte auch keine Schneebälle zuwerfen!

Wichtig: Pfoten schützen

Vor allem die Pfoten sollten für einen Spaziergang im Schnee gut geschützt werden. Denn friert Schnee an den Haaren zwischen den Zehen an, tauen die Flocken zunächst leicht auf, Schnee bleibt noch besser haften, friert wieder und vergrößert den Schneeball am Ballen - so kann sich der Hund im Anschluss daran wundlaufen.

Was gut hilft: Vorsorglich die Haare zwischen den Zehen zu kürzen und die Pfoten mit schützender Vaseline oder Olivenöl einreiben. So setzt sich durch das Fett weniger Schnee, Eis oder Salz zwischen den Zehen fest. Außerdem solltest du sie nach dem Spaziergang mit lauwarmen Wasser reinigen und erneut mit einer Fettcreme pflegen. Bei großer Kälte sollte der Vierbeiner gut angepasste Hundeschuhe tragen.

Winterspeck für den Vierbeiner

Zu guter letzt sollte die Tagesration an Futter erhöht werden. Denn der Organismus des Tieres verbraucht im Winter mehr Energie als sonst und somit entsteht ein erhöhter Energiebedarf. Du kannst auch gesunde Gerichte wählen, die sowohl dir als auch deinem Hund schmecken.

Fazit: Wer seinen treuen Freund gerne ins Winter Wonderland mitnehmen will, sollte ein paar Dinge beachten - und sich im Vorhinein damit befassen. Wenn alle Vorkehrungen getroffen sind, steht dem gemeinsamen Schneespaß nichts mehr entgegen.


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