Aus Verzweiflung: Delfin-Mutter trägt tagelang ihr totes Baby herum (Video)

Aus Verzweiflung: Delfin-Mutter trägt tagelang ihr totes Baby herum (Video)

Ein herzzerreißender Anblick im warmen Wasser an der Küste Neuseelands. Es ist eine Delfinmutter, die den Körper ihres Babys auf dem Rücken an der Wasseroberfläche trägt.

In den klaren Gewässern der Bay of Islands in Neuseeland haben Wissenschaftler dieses schreckliche Schauspiel beobachtet. Wie der New Zealand Herald berichtet, hat das neuseeländische Department of Conservation (DOC) in einer Erklärung mitgeteilt, dass eine Delfinmutter gesichtet wurde, die auf ihrem Rücken, an der Oberfläche, den Körper ihrer toten Babys trägt.

Trauer?

Die schreckliche Szene wurde erstmals am 29. Januar beobachtet. Der kleine Delfin wurde wahrscheinlich schon tot geboren, wie es in der Wildnis regelmäßig vorkommt. In seiner Pressemitteilung erklärte das DOC: "Das Weibchen zeigt eine sehr starke mütterliche Bindung, wie sie bei Meeressäugern besteht. Das beinhaltet, ihr Junges weiterhin auf dem Rücken zu tragen und es zu rufen." Und jedes Mal, wenn der Körper des armen Babys vom Rücken seiner Mutter rutscht, kommt sie wieder zurück, um es zu holen. Das Weibchen weigert sich, seine Nachkommen aufzugeben, auch wenn sie tot sind.

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Den Verlust bewältigen

"Diese Delfinmutter ist in Trauer und braucht Freiraum und Zeit, um das zu überwinden. Die Bay of Islands ist ein Ort, der im Sommer mit viel Aktivität im und um das Wasser herum verbunden ist", sagt Dr. Catherine Peters, die im neuseeländischen Labor arbeitet. "Der Delfin benötigt viel Platz im Wasser und den Respekt, den sie verdient, während sie ihren Verlust bewältigt", sagt die Ärztin. Die Forschungseinrichtung hat daher Bootsführer und Badegäste um Hilfe gebeten: Es sei besser, sich der trauernden Mutter nicht zu nähern.

Ein ähnliches Phänomen

Im Juli 2018 wurde ein ähnliches Phänomen bei einer Schwertwalgruppe beobachtet. Eine Walmutter ließ den Körper ihres Walbabys für ganze 17 lange Tage nicht allein. In dieser Zeit hat das Weibchen den Körper ihres Babys 1600 Kilometer getragen, bevor es sich entschied, es aufzugeben.

Chistoph Mann
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