Bei Buschbränden in Australien sind bisher fast eine halbe Milliarde Tiere gestorben

Die schon lange andauernden Brände in Australien führen zu einem regelrechten Massensterben. Der bisher schlimmste Brand in der Geschichte Australiens hat bereits zahlreiche Tierleben gekostet!

Ökologen der Universität Sydney schätzen, dass bereits 480 Millionen Tiere, darunter Vögel, Säugetiere und Reptilien, im Feuer ums Leben gekommen sind. Bisher sind 18 Menschen gestorben, viele werden noch vermisst. Die Bundesstaaten Victoria und New South Wales sind besonders stark von den Bränden betroffen.

Tiere in Lebensgefahr

Viele Tiere sind vom Feuer umzingelt und wissen nicht, wohin sie laufen sollen. Nur wenige Tiere können von Feuerwehrkräften oder Anwohnern gerettet werden - dieser Koala scheint zuerst großes Glück zu haben, dass ihn jemand findet. Doch leider erliegt das kleine Kerlchen im Koalakrankenhaus seinen Verletzungen.

Viele seiner Artgenossen sterben in den Flammen, die Feuerwehrleute finden überall verbrannte Kadaver. Noch viele andere Tierarten sind von den Flammen bedroht. Nur wer von ihnen Glück hat, schafft es bis zum Strand und kann sich dort im kühlen Nass in Sicherheit wiegen - oder trifft auf Menschen, die den Tieren helfen können.

Feuer breitet sich schnell aus

Diese Buschbrände sind die verheerendsten in der Geschichte Australiens. Die Bilder vom Feuer sind erschreckend, überall sind graue Rauchwolken zu sehen und der Himmel ist glutrot. Das Ganze sieht aus wie aus einem Weltuntergangs-Szenario.

Die Feuer haben eine hohe Temperatur und breiten sich sehr schnell aus. Dadurch haben die Tiere keine Chance, dem Inferno zu entkommen. Vor allem Tiere, die auf Bäumen leben, sind davon betroffen. Sie sind in den Ästen gefangen und können nicht fliehen.

Zählung kann noch nicht stattfinden

Der Ökologe Mark Graham sagt dem Mirror dazu: "Es ist jetzt so ein riesiges Gebiet und es brennt immer noch, dass wir vermutlich nie die Kadaver finden werden." Außerdem werden immer weniger Tiere in Auffangstationen gebracht, was für die Tierschützer ein alarmierendes Zeichen ist.

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Laut der Umweltministerin Sussan Ley sei es noch zu früh, um festzustellen, wie viele Tiere tatsächlich umgekommen sind. Eine genaue Erfassung könne erst nach Ende der Buschfeuer erfolgen.

Evakuierung

Aber nicht nur die Tiere sind von den Flammen bedroht. Auch die Menschen müssen ihre Häuser verlassen, zehntausende wurden bereits evakuiert und befinden sich in Notunterkünften oder bei Freunden und Verwandten.

Sarah Kirsch
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