Bei dem Froschfisch gibt es das dritte Geschlecht

Bei dem Froschfisch gibt es das dritte Geschlecht

Froschfische weisen eine große Besonderheit auf: Es gibt sie mit drei verschiedenen Geschlechtern. Das dritte Geschlecht ist ziemlich clever und macht sich die Vorteile des jeweiligen Geschlechts zunutze. Wir erklären euch, wie genau der gewiefte Froschfisch das macht. 

Den Froschfisch (Porichtys Notatus) gibt es in drei Ausprägungen: es gibt eindeutige Weibchen, und genauso eindeutige Männchen. Die Männchen können quäkende Geräusche erzeugen, von denen die Weibchen angelockt werden. Sie legen ihre Eier in dem Nest ab, welches das Männchen vorbereitet hat und um das er sich fortan kümmern wird.

Das dritte Geschlecht des Froschfisches sieht von der Größe aus wie ein Weibchen. Es ist außerdem unfähig, das spezifische Paarungs-Geräusch von sich zu geben. Dennoch weist diese Form des Froschfisches ansonsten die wichtigsten männlichen Eigenschaften auf. 

Die clevere Strategie des dritten Geschlechts 

Seine geringe Größe und die femininen Geräusche weiß das "Halb-Männchen" geschickt für sich zu nutzen - denn die normalen Männchen lassen ihn nah an ihr Nest heran, sie ahnen nichts Böses. Wenn das große Männchen dann aber ein Weibchen verführt und sie ihre Eier in seinem Nest ablegt, dann kommt das "Halb-Männchen" ihm zuvor - und spannt ihm sozusagen die Eier aus!

Halten wir also fest: Bei den Froschfischen gibt es Weibchen und zwei verschiedene Arten von Männchen. Die großen Männchen "Typ 1" richten Nester her und locken die Weibchen an, deren Eier sie dann befruchten. Die Männchen "Typ 2" sind zwar kleiner - dafür sind ihre Geschlechtsorgane aber sieben mal größer! Sie geben sich als Weibchen aus und befruchten die außer Acht gelassenen Eier. Ganz schön listig, das dritte Geschlecht! 

• Lucia Salomon
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