CO2-Schleuder: So extrem belasten unsere geliebten Vierbeiner die Umwelt!
CO2-Schleuder: So extrem belasten unsere geliebten Vierbeiner die Umwelt!
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CO2-Schleuder: So extrem belasten unsere geliebten Vierbeiner die Umwelt!

Ein deutsches Team aus Forschern hat sich erstmals mit dem ökologischen Fußabdruck eines durchschnittlichen Hundes beschäftigt. Die Ergebnisse ihre Studie werden Tierbesitzer überraschen!

In den letzten Jahren wird uns die Dringlichkeit, unseren persönlichen ökologischen Fußabdruck zu überwachen und zu reduzieren immer bewusster und viele suchen nach ökologischen Alternativen, ihren Alltag ein wenig Ressourcen sparender zu gestalten.

Wie sieht der ökologische Fußabdruck eines durchschnittlichen Hundes im Laufe seines Lebens aus? Mit dieser Frage beschäftigen sich Matthias Finkbeiner, Kim Maya Yavor und Annekatrin Lehmann von der TU Berlin. Ihre Studie Environmental Impacts of a Pet Dog: An LCA Case Study liefert erstaunliche Resultate!

Wie viel CO2 stößt mein Hund aus?

Demnach stößt ein im Durchschnitt 15 Kilogramm schwerer Hund im Laufe seines 13 Jahre langen Lebens etwa 8,2 Tonnen CO2 aus, was in etwa 13 Hin- und Rückflügen von Berlin nach Barcelona entspricht, wie Studienleiter Finkbeiner erklärt.

Für die Berechnungen hat das Team alle denkbaren Faktoren eines möglichen CO2-Austoßes im Leben eines Hundes einbezogen. Die Rohstoffe für das Futter über Verpackungen, Transport und Herstellung sind ebenso mit in die Ökobilanz eingeflossen, wie die Auswirkungen der Exkremente eines Tieres auf die Umwelt. Finkbeiner erklärt:

Dass unsere Ökobilanz auf den Umweltauswirkungen des gesamten Tierfutters, das ein Hund im Laufe seines Lebens frisst, basiert, aber auch auf den Umweltauswirkungen von Urin und Kot, ist ein Novum.
Ein Hund stößt mehr CO2 aus, als uns lieb ist... Oleksii Karamanov@Getty Images

Hundefutter ist Belastungs-Spitzenreiter

Die Forscher haben die verschiedenen Faktoren anhand sogenannter Umweltwirkungs-Kategorien bewertet. Dazu zählen beispielsweise Klimawandel, Ozonabbau, Smog und die Eutrophierung von Gewässern. Dabei gibt es einen klaren Verlierer in Sachen Verschmutzung: das Hundefutter.

Mit rund 90 Prozent belegt es mit weitem Abstand den ersten Platz, wenn es um die Belastung der Umwelt geht. Das erklären sich Finkbeiner und sein Team vor allem so, da die Nahrungsmittel für Haustiere heute allesamt in Massenproduktion hergestellt werden - die Auswirkungen dieser Megafabriken auf die Natur sind bekanntermaßen schlecht.

Warum Hundekot immer entfernt werden sollte

Ein weiterer überraschender Punkt der Studie offenbart, dass der Hundekot schädlicher für den Boden ist, als man vielleicht annimmt. Aufgrund von den Mengen an Phosphor, Stickstoff und Schwermetallen, die in den Exkrementen eines Vierbeiners enthalten sind, kommt das Berliner Team zu dem Schluss:

Die zusätzliche Umweltbelastung, die durch die Herstellung des Plastiksäckchens für den Kot entsteht, ist deutlich geringer als der Schaden, der entsteht, wenn der Kot direkt in die Umwelt eingetragen wird. Auch das sagen unsere Zahlen aus.

Zum Abschluss präsentieren sie noch einen spannenden Vergleich. Ein 7,5 Kilogramm schwerer und acht Jahre alter Hund stößt insgesamt deutlich weniger CO2 aus, als ein 30 Kilogramm schwerer und 18 Jahre alter Hund. Das Gewicht ist also entscheidend!

Von Maximilian Vogel

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