Corona-Behandlung: Jetzt werden Pferde zu Forschungszwecken eingesetzt
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Corona-Behandlung: Jetzt werden Pferde zu Forschungszwecken eingesetzt

Während sich die einen um einen Corona-Impfstoff einen Wettkampf unter Forschern liefern, was sogar einen "Spionagekrieg" auslöst, versuchen es andere Forscher mit Antikörpern.

Auf der ganzen Welt sitzen Forscher an einem Impfstoff gegen das Coronavirus Sars-CoV-2. Dadurch ist ein regelrechter Wettkampf zwischen den Forschern entbrannt.

Jeder will ihn zuerst haben, da dieser auch geopolitische Vorteile bringen würde - aus diesem Grund haben sich auch bereits Geheimdienste eingeschaltet, die Forschungsergebnisse ausspionieren.

Virusprotein wird Pferden gespritzt

In Costa Rica haben sich Forscher jedoch für einen anderen Weg entschieden. Bis der heiß begehrte Impfstoff gefunden wird, sind Wissenschaftler der Universidad de Costa Rica daran, Covid-19 mit Antikörpern zu bekämpfen.

Diese Universität stellt ein Gegengift für Schlangenbisse her, indem sie es Pferden spritzen, die Antikörper darauf entwickeln. Diese Antikörper werden dem Menschen injiziert, um sie zu heilen. Diesen Ansatz wollen sie nun auch für Sars-CoV-2 ausprobieren.

Pferde werden für Corona-Forschungszwecke verwendet.  Westend61@Getty Images

Patienten wird das daraus gewonnene Serum injiziert

Dazu haben sie das Virusprotein von Covid-19 sechs Pferden injiziert, die dem Institut für Forschungszwecke zur Verfügung stehen. Und das für einen Laien Unglaubliche passiert: Ein paar Wochen später haben die Pferde die erhofften Antikörper produziert.

Diese sollen nun über das Blutplasma gewonnen werden und sollen 26 Corona-Patienten zur Behandlung gespritzt werden. Wie der Test verlaufen ist, wurde noch nicht berichtet.

Fest steht jedoch, dass wenn die Behandlungsmethode anschlägt und die erfolgte Heilung bringt, könnte eine günstige Behandlung von Sars-CoV-2 möglich sein.

Die Forscher der Universidad de Costa Rica wollen im Falle eines positiven Ergebnisse die Methode mit zentralamerikanischen Ländern teilen, die sich teure Behandlungen nicht leisten können.

Von Maximilian Vogel

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