Darum ist der Tod seines Hundes so schlimm wie der der Tod eines Verwandten

Darum ist der Tod seines Hundes so schlimm wie der der Tod eines Verwandten

Endlich ist es wissenschaftlich belegt: Seinen Hund zu verlieren, ist genauso schmerzhaft wie der Tod eines geliebten Menschen. Wir haben die Hintergründe für euch.

Ihr Vierbeiner bedeutet den meisten Menschen unendlich vielEr gehört zur Familie, verbringt jahrelang jeden Tag Zeit mit uns. Deswegen kann es richtig hart sein, seinen Hund zu verlieren – genauso hart wie der Tod eines nahen Verwandten. Was jedem Hundebesitzer logisch erscheint, ist nun sogar wissenschaftlich erwiesen. Also habt ihr endlich ein felsenfestes Argument in der Hand, wenn irgendwer aus eurem Umfeld wieder nicht versteht, welch wichtigen Platz euer Liebling in eurem Leben einnimmt.

Die wissenschaftliche Studie, erschienen in einer englischen Fachzeitschrift, geht auf einen britischen Forschers der Universität Lancashire zurück, der spezialisiert in Verhaltensforschung ist. Seine Arbeit bestätigt: die Trauer für ein totes Haustier ist dieselbe wie die für einen nahestehenden Menschen. Schmerz und Leid sind genauso präsent!

Es fehlt ein Ventil für die Trauer um den geliebten Vierbeiner

Die Studie erklärt, dass die Trauer für seinen toten Hund sogar noch härter sein kann als für einen Menschen. Denn im Laufe der Jahrhunderte haben sich in der Gesellschaft für uns Menschen Sterberituale entwickelt, die dabei helfen, mit dem Tod umzugehen: Beerdigungen, religiöse Gedenkfeiern und so weiter. Für unsere Haustiere gibt es diese heilsamen Rituale noch nicht wirklich. Im Gegenteil: Menschen, die um ihr Haustier trauern, werden oft nicht so richtig ernst genommen oder sogar verspottet. Es gehört sich nicht, den Tod des Hundes mit dem Tod eines Menschen gleichzusetzen, meinen einige.

Seit 10.000 Jahren der beste Freund des Menschen

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Den Tod seines Haustiers zu verdauen, ist deshalb so kompliziert, weil Tiere uns Menschen eine bedingungslose Liebe entgegenbringen und mit ihrer lebendigen, unverstellten Art Lebensfreude im ganzen Haus verbreiten. Sie gehören vollständig zur Familie – und sie beim Aufwachsen begleitet zu haben, verbindet einen umso mehr mit seinem Hund. Wenn er dann stirbt, ist das umso härter.

Im Herzen des Menschen hat der Hund einen ganz besonderen Platz. Vor bereits 10.000 Jahren wurde er domestiziert und hat stets treue Dienste als Wach- und Schäferhund geleistet. Nach und nach hat sich zwischen Mensch und Hund eine ganz besondere Freundschaft entwickelt. Vor kurzem erst wurden in Katalonien (Spanien) Grabstätten entdeckt, die etwa 6.000 Jahre alt sind – mit Überresten nicht nur von Menschen, sondern auch von Hunden. Die Skelette der Tiere sind einbalsamiert worden und neben die Leiche des Herrchens gebettet worden. Eine wahre Freundschaft bis zum Tod!

Lucia Salomon
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