Das sind die schönsten Pferde der Welt

Das sind die schönsten Pferde der Welt

Das Pferd (Equus ferus caballus oder Equus caballus) hat sich innerhalb der letzten 45 bis 55 Millionen Jahre zu dem entwickelt, was es heute ist. Und einige Pferde sind etwas ganz Besonderes!

Wie der Haushund kommt auch das Hauspferd in verschiedenster Gestalt vor, davon einige Pferderassen in atemberaubender Schönheit! Wir haben euch hier die - nicht nur nach Meinung unserer Redaktion - fünf schönsten Pferderassen der Welt zusammengestellt. 

1. Der Achal-Tekkiner

Der Achal-Tekkiner oder Akhal-Teke zählt zu den ältesten Pferderassen der Welt. Er stammt aus einer Oasengruppe im Wüstengebiet Turkmenistans, der Oasengruppe Akhal-Teke, der er auch seinen Namen verdankt. Dort wird das Wüstenpferd noch heute in freilebenden und von berittenen Hirten gehüteten Herden gehalten. Seine Wiege ist das heutige Turkmenistan im Norden des Irans.

Das edle Pferd ist noch heute das Wappentier Turkmenistans und wird in seiner Heimat jedes Jahr im April mit Festivitäten geehrt. Der Achal-Tekkiner ist nicht nur ein sehr schnelles, sondern auch äußerst ausdauerndes, robustes, zähes und widerstandsfähiges Pferd. Das leichtfüßige und graziöse, athletisch gebaute Pferd mit seiner atypischen Morphologie ist vor allem für sein feines, oft metallisch glänzendes Fell mit goldenem Schimmer bekannt, welches ihm in China den Namen Himmelspferd eingebracht hat.  

2. Das Friesenpferd

Der Friese oder das Friesenpferd ist ein aus Friesland stammendes und nach dieser niederländischen Provinz benanntes Reit- und Fahrpferd. Friesen werden heute nur noch als Rappen gezüchtet und aufgrund ihrer pechschwarzen Fellfarbe auch gern als „schwarze Perlen“ unter den Pferden bezeichnet.

Die sehr alte Prestige-Pferderasse hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Mal als Kriegspferd, mal als Trabrennpferd, mal als Kutschpferd… Dabei wäre die edle Rasse am Ende des 19. Jahrhunderts fast der Faszination für das schwere Zugpferd zum Opfer gefallen. Der Grund dafür ist, dass eine Rasse oft einfach verschwindet, wenn sie nicht mehr gefragt ist und daher auch nicht mehr gezüchtet wird.

Glücklicherweise hat die natürliche Schönheit dieses Pferdes dafür gesorgt, dass es wieder an Popularität gewann. Jetzt ist dafür das Zugpferd wieder bedroht.

3. Der Percheron

Und da wir gerade beim Zugpferd sind… Ein namhafter Vertreter des Zug- und Arbeitspferds ist der Percheron, die weltweit bekannteste französische Pferderasse. Das große, kräftige, schwere und massige und doch elegante Edelkaltblut ist für seine Fügsamkeit, seinen Gehorsam und seine leichte Handhabung bekannt. Es gibt den Percheron als Schimmel, Apfelschimmel oder Rappen. Der Legende nach soll er von im 8. Jahrhundert in die Grafschaft Perche gebrachten Araberhengsten abstammen.   

Wahrscheinlich ist, dass dieses ehemalige Ritterpferd aus verschiedenen Kreuzungen hervorging. Doch da es sich beim Percheron um ein Zuchtpferd und kein Wildpferd handelt, unterstehen auch er und seine Zukunft der menschlichen Nachfrage. Und diese ist mit der fortschreitenden Motorisierung der Arbeits- und Transportmittel in den siebziger Jahren stark zurückgegangen. Das massige Pferd wurde hauptsächlich noch zur Fleischproduktion gezüchtet.

Heute wird der Percheron gelegentlich noch bei der Waldarbeit und im Weinbau, als Kutschpferd und auch als Reitpferd eingesetzt. Nur noch ein Drittel seiner Bestände dienen der Fleischproduktion. Doch seine Zukunft ist ungewiss.

4. Der Appaloosa

Der Appaloosa ist ein beliebtes Sport- und Freizeitpferd aus dem Nordwesten der Vereinigten Staaten. Die Appaloosas stammen von den Pferden ab, die mit den europäischen Siedlern und spanischen Eroberern im 18. Jahrhundert nach Nordamerika gekommen sind. Sie wurden von den Nez Percé Indiandern (Nimíipuu) mit einheimischen Pferden gekreuzt und gezüchtet. Eigenheit dieser wendigen und auch sonst noch sehr erstaunlichen Pferde ist ihr typisches Farbfleckenmuster. 1877 verlor dieser Indianerstamm auf der Flucht vor dem weißen Mann einen Großteil seiner Pferde. Aus kleinen Beständen wurde ab 1938 wieder eine Zuchtpopulation entwickelt. Mitte des 20. Jahrhunderts kam es zu zahlreichen Kreuzungen mit dem Quarter Horse und dem Paint Horse. Außer dem typischen Farbfleckenmuster sind die Unterschiede mit diesen Pferderassen Anfang des 21. Jahrhunderts weniger ausgeprägt. Daher ziehen es die Nez Percé Indiander der Palouse-Prärie heute vor, die von ihnen gezüchteten Pferde Palouse-Pferde oder Nez-Perce-Pferde zu nennen.

5. Der Vollblutaraber

Der auch als Arabisches Vollblut bezeichnete Vollblutaraber ist elegant wie kaum ein anderes Pferd und gilt nicht zu Unrecht als eines der schönsten Pferde der Welt. Das hauptsächlich von Beduinen aufgezogene und aus der arabischen Halbinsel stammende Wüstenpferd ist an seinem edlen keilförmigen Kopf und seinem hoch angesetzten Schweif leicht zu erkennen.   

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Das Arabische Vollblut ist eine sehr alte Pferderasse. Bei archäologischen Ausgrabungen gefundenen Artefakten nach waren die kaspischen Pferde der Mesopotamier den heutigen Vollblutarabern schon sehr ähnlich. Im Laufe der Zeit kamen die edlen Pferde dann durch Kriege und Handelsbeziehungen auch in andere Regionen. Viele Jahrhunderte wurde das arabische Vollblut dann lediglich im arabischen Raum gezüchtet.

Vollblutaraber werden ihrer Schnelligkeit, Ausdauer, Eleganz und ihres soliden Knochenbaus wegen gern zur Veredelung mit anderen Pferderassen gekreuzt. Fast alle modernen Reitpferde haben heute einen Anteil an Vollaraberblut.

Der Vollblutaraber ist dem rauen Wüstenklima angepasst und wird daher heute noch von den nomadischen Beduinen geschätzt, die oft sogar ihr Zelt mit ihm teilen.

• Sophie Kausch
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