Dieses Schwein wird vor dem Schlachter gerettet. Doch was dann kommt, ist noch viel schlimmer

Dieses Schwein wird vor dem Schlachter gerettet. Doch was dann kommt, ist noch viel schlimmer

Das Schwein Babe entkommt nur knapp dem Schlachtermesser und soll dann ein angenehmes Leben führen. Doch seine neue Besitzerin sieht das anders.

Ein angenehmes restliches Leben hatte das Schwein Babe, nachdem es vor dem Schlachter gerettet worden war, wohl nicht verdient, zumindest, wenn es nach seiner neuen Besitzerin geht. Die 40-jährige Frau, in deren Obhut sich das Schwein befand, wird nun vor Gericht dafür verurteilt, das Schwein für Konserven getötet zu haben.

Ein Schwein, das eigentlich gerettet werden sollte

Der französischen Tageszeitung Le Télégramme zufolge beginnt alles im Jahr 2016 in Vannes, im Nordwesten Frankreichs. Die Zeitung berichtet, dass das damals zwei Monate alte Schwein namens Babe in aller letzter Sekunde von dem Verband Le Paradis vor der Schlachtbank bewahrt wird. Diese Organisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, Tiere zu retten, die geschlachtet werden sollen und ihnen ein neues und glückliches Leben zu ermöglichen. Da Babes neue Besitzerin umziehen muss, vertraut sie das Schwein einer 40-jährigen Lebensmittelhändlerin an. Sie unterzeichneten einen Adoptionsvertrag, der außerdem jegliche Misshandlung oder eine Schlachtung untersagt, so der Télegramme.

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Ein gerettetes Schwein wird zu Pastete

Während ihrer Ermittlungen findet die Polizei bei der Frau 110 kg Fleisch in Dosen. Die Anfang April Verurteilte wandte ein: „Das Tier war zu groß, um es zu ernähren, es ist mehrmals aus seinem Gehege geflohen. Ich habe es meinem Ex-Mann anvertraut, der den Schlachter anrief, um es zu erschießen". Als Zeuge sagt ihr Ex-Mann jedoch etwas ganz anderes aus: nämlich, dass sie von Anfang an vorgehabt hatte, Babe zu töten.

Wegen „Vertrauensmissbrauchs und Beihilfe zur rechtswidrigen Schlachtung außerhalb eines Schlachtbetriebs" angeklagt, kommt die Frau mit einer Geldstrafe von 500 Euro und einer 3-monatigen Bewährungsstrafe davon. Allerdings wurden vom Gericht Maßnahmen getroffen, damit die Fleischdosen nicht in den Verkauf gelangen, denn schließlich wurde das Tier unter fragwürdigen hygienischen Bedingungen geschlachtet.

• Lea Pfennig
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