Corona: Impfung von Katzen und Hunden möglicherweise "unverzichtbar"
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Corona: Impfung von Katzen und Hunden möglicherweise "unverzichtbar"

Von Lisa Fehrs
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Während das Coronavirus überall auf der Welt wütet, stellt sich jetzt heraus, dass wir vielleicht auch Maßnahmen für unsere vierbeinigen Familienmitglieder ergreifen müssen.

Das Coronavirus zählt schon jetzt zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten des 21. Jahrhunderts. Und wie bei den meisten hochansteckenden Krankheiten stellt die gattungsübergreifende Weitergabe des Virus einen der Übertragungswege dar. Glaubte man zuerst, dass das Virus von einem Schuppentier stammt, teilt man mittlerweile die Ansicht, dass der "Patient Null" des Tierreichs eine Fledermausart gewesen ist.

Vom Tier auf den Menschen springender Krankheitserreger

Aber das Virus hat hier nicht Halt gemacht. Es kann auch eine ganze Reihe von domestizierten Tieren infizieren, wie Nerze, aber auch Katzen und Hunde. Dies machen die Wissenschaftler dreier Forschungseinrichtungen bekannt, nämlich der University of East Anglia, des Earlham Institute und der University of Minnesota.

In der medizinischen Zeitschrift Virulence stellen diese Experten fest, dass dabei das Risiko in dem sich innerhalb von Tierarten entwickelnden und mutierenden Virus begründet liegt. Veränderte Varianten greifen letztlich auf den Menschen über und lösen eine Pandemie aus.

Die unablässige Entwicklung des Virus in tierischen Wirten, der über rückläufige Vorgänge auf empfängliche, menschliche Wirte übertragen worden ist, stellt ein bedeutendes Langzeitrisiko für das Gesundheitswesen dar.

Auch wenn also jetzt viele Länder alles daran setzen, einen möglichst großen Teil ihrer Bevölkerung zu impfen, entwickelt sich vielleicht gerade das Potential für ein Fortbestehen der pandemischen Bedingungen direkt vor unserer Nase.

Brauchen auch unsere Haustiere eine Impfung?

2020 hat die dänische Regierung schändlicherweise Millionen Zuchtnerze keulen lassen, als bekannt wurde, dass für mehrere hundert Fälle menschlicher Infektionen eine Verbindung zu diesen Tieren gegeben war.

Um zu verhindern, dass solche brutalen Maßnahmen auch für Millionen von geliebten Haustieren getroffen werden, wird es notwendig sein, auch für diese betroffenen Arten eigene Impfstoffe zu entwickeln. Auch wenn bislang das Risiko noch nicht völlig auf der Hand liegt.

"Impfung domestizierter Tiere kann unverzichtbar sein"

Die Forschergruppe warnt bereits jetzt:

Es ist durchaus denkbar, dass die Impfung einiger domestizierter Tierarten nötig sein wird, um die Ausbreitung der Infektion einzudämmen. SARS-CoV-2 kann ein weites Spektrum von Wirt-Gattungen infizieren, [...] die Impfung domestizierter Tiere kann unverzichtbar sein, um eine weitere Entwicklung des Virus sowie rückläufige Vorgänge aufzuhalten.

Dieselbe Forschergruppe hält Regierungen dazu an, sehr auf Sicherheitsmaßnahmen seitens der Bevölkerung zu drängen, wie das Tragen von Masken und das Wahren des Sicherheitsabstands, also Gesten, die zudem durch individuelle Schutzmaßnahmen ergänzt werden können. Zu der laufenden Impfkampagne beziehen die Forscher weiter Stellung:

Eine Impfung gegen einen viralen Krankheitserreger mit einer derart hohen, weltweiten Verbreitung ist völlig ohne Gleichen. Wir haben hier deshalb völliges Neuland betreten.

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