Ein Robbenbaby liegt hilflos am Strand: Unfassbar, was dieser Mann dann tut
Ein Robbenbaby liegt hilflos am Strand: Unfassbar, was dieser Mann dann tut
Weiterlesen

Ein Robbenbaby liegt hilflos am Strand: Unfassbar, was dieser Mann dann tut

Ein gestrandeter Baby-Seehund liegt hilflos am Strand. Keiner der vorhandenen Touristen weiß, was zu tun ist. Dann kommt ein Mann und schreitet vor den Augen der geschockten Zeugen zur Tat.

Ein Video auf Bild.de empört zahlreiche Tierfreunde. Es zeigt eine fürchterliche Szene, die Besucher eines dänischen Strandes mitansehen müssen. Eine Babyrobbe liegt hilflos und entkräftet im Sand. Ungläubige Touristen wissen nicht, wie sie handeln sollen und zücken ihre Kameras. Plötzlich erscheint ein hagerer Mann mit einem Gewehr und schießt dem Tier aus nächster Nähe in den Kopf. Was ist hier passiert?

Seehund fälschlicherweise erschossen

Der Mann, der sich später als Förster zu erkennen gibt, behauptet, dass der junge Seehund von Lungenwürmern befallen war. Der gezielte Schuss sei also die Erlösung für das dem Tode geweihte Tier gewesen. Doch eine deutsche Robben-Expertin, die das Video des Vorfalls genau untersucht, widerspricht im Bild-Interview vehement. Das Baby hätte gerettet werden können!

Janine Bahr- van Gemmert, Gründerin vom "Robbenzentrum Föhr", wirft dem Förster vor, vorschnell agiert zu haben. Offensichtlich hat er nur wenig Ahnung von den Meerestieren. Bahr- van Gemmert kommt nach Schauen des Videos zu dem Schluss, dass das Baby nicht an Lungenwürmern litt, sondern lediglich an einer Verletzung, vermutlich am Kiefer.

Fehldiagnose kostet Leben

Anstatt es vor den Augen dutzender Touristen zu erschießen, hätte es also umgehend zu einem Tierarzt gebracht werden müssen. Die Expertin ist sich sicher: Dann wäre der Seehund jetzt noch am Leben. Dazu kommt, dass Lungenwürmer mittlerweile durchaus behandelbar sind. Trotz der Fehldiagnose war der Schuss des Mannes also unbegründet.

Doch der Vorfall ist kein dänisches Einzelphänomen. Bahr- van Gemmert berichtet, dass auch in Deutschland jährlich mehreren Robbenbabys fälschlicherweise in aller Öffentlichkeit das Leben genommen wird. Deswegen setzt sie sich dafür ein, dass immer ein Tierarzt vor Ort über die Zukunft des betroffenen Seehundes entscheiden sollte.

Fatale Entscheidungen ohne Tierarzt-Beteiligung

Angesichts der hohen Auswilderungsquote, die deutsche, aber auch holländische Aufzuchtstationen aufweisen, ist ein Leben in Freiheit nach einem Besuch beim Arzt für die Tiere beinahe garantiert.

Das Video des dänischen Strandes sorgt also für Kopschütteln und Empörung. Doch solange zuständige Förster nicht aufgeklärt, oder ausgebildete Tierärzte zu Rate gezogen werden, müssen wir auch in Zukunft mit derartigen Aufnahmen rechnen.

In dem Video weiter oben verraten wir euch fünf spannende Fakten zu Robben!

Von Sarah Kirsch

Keine Verbindung
Bitte Einstellungen prüfen