Fälschlich als Minischwein ausgegeben: Frau wohnt jetzt mit 127-Kilo-Eber!

Mikroschweine sind zurzeit beliebte Haustiere. So wünscht sich auch ein 15-jähriges Mädchen ein süßes Schweinchen. Doch kurze Zeit später entpuppt es sich als vietnamesisches Hängebauchschwein

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Das kommt auch nicht alle Tage vor, dass man ein 127-Kilo-Schwein als Haustier sieht. Doch wie kommt es dazu, dass ein Schwein dieses Kalibers in den vier Wänden einer schottischen Familie wohnt?

Fälschlich als Mikroschwein verkauft

Es fängt dabei an, dass Francisco als süßes Ferkel auf einer Instagram-Seite die Aufmerksamkeit eines 15-jährigen Mädchens erregt. Die Minischweine sind zurzeit als Haustiere sehr beliebt.

Die Familie geht dem Wunsch ihrer Tochter nach und fährt von Glasgow nach England, um das süße Minischwein zu kaufen. Doch Francisco entpuppt sich schon kurze Zeit später als vietnamesisches Hängebauchschwein. Wie es aussieht, könnt ihr bei uns im Video entdecken.

Schon nach 3 Monaten merken sie, dass es sich bei Francisco doch nicht um ein Minischwein handeln kann... Christopher Carson@Unsplash

Kein Stall ist dem Schwein gut genug

Bereits drei Monate nach Erwerb wird der schottischen Familie das Schwein zu groß für ihr Heim und sie geben es in ein Tierheim. Doch Francisco ist verwöhnt von dem Komfort im Haus und weigert sich, im Stall zu leben.

Die Schottin Morag Sangster und ihr Ehemann John Ryan haben das Tribe Sanctuary in Carluke, South Lanarkshire, gegründet und nehmen Francisco auf. In ihrem Tierheim haben sie bereits vier "gescheiterte Mikroschweine" in ihrer Obhut sowie mehr als 100 Tiere.

Mittlerweile ist das vietnamesische Hängebauchschwein dreieinhalb Jahre alt, bringt stolze 127 Kilogramm auf die Waage und ist 1,2 Meter lang. Damit wiegt der ausgewachsene Eber doppelt so viel wie seine Artgenossen.

Gesprächig und aufgeweckt

Als der Eber Francisco ins Tierheim kommt, weigert er sich, zu den anderen Schweinen in den Stall zu gehen. An einem kalten Wintertag macht er es sich im Haus von Morag Sangster und John Ryan bequem und ist dort bis heute geblieben. Morag Sangster erzählt gegenüber der britischen Daily Mail:

Er ist ziemlich gesprächig, grunzt und quiekt sehr viel und ist genauso liebevoll wie jeder Hund und jede Katze.

Im Haus fühlt sich Francisco wohl und spaziert umher, als wäre er ein Minischwein. Das schottische Paar kann sich heute ein Leben ohne ihr riesiges Haustier nicht mehr vorstellen. Zudem ist das Zusammenleben mit dem ungewöhnlichen Mitbewohner einfacher als man sich vielleicht denken könnte.

Schweine sind wirklich clever - sie sind schlauer als Hunde und leicht zu trainieren. [...] Es sind saubere Tiere, er geht nicht im Haus auf die Toilette.

Doch wie kommt es zu den fälschlich als Mikroschweine ausgegebenen Tiere? Ausschlaggebend für den Betrug ist der Preisunterschied: Ein Ferkel würde in England zwischen 25 und 40 Pfund kosten, wie Morag Sangster gegenüber der Daily Mail verrät, ein Minischwein wird jedoch mit 800 Pfund gehandelt.