Fleisch-Skandal bei Netto: Kunden beim Anblick der Tiefkühltruhe entsetzt

Fleisch-Skandal bei Netto: Kunden beim Anblick der Tiefkühltruhe entsetzt

In der Vorweihnachtszeit überbieten sich die Discounter gegenseitig mit verlockenden Angeboten - auch Netto mischt ordentlich mit. Doch was der Discounter nun anbietet, stößt einigen Kunden doch recht bitter auf. 

Pünktlich zur Vorweihnachtszeit gibt es in den Supermärkten allerlei verlockende Angebote. Nach einem ersten Fleisch-Skandal bei Aldi lässt es sich auch Netto nicht nehmen, mitzumischen - und bietet seinen Kunden nach Würsten mit Metall-Stückchen nun auch äußert exotische Produkte an. 

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Zebra-Fleisch und Känguru-Steak

Wer es diese Weihnachten mal weniger klassisch versuchen möchte, sich dabei aber auch nicht in Umkosten stürzen will, könnte bei Netto fündig werden - natürlich nur, wenn man es exotisch mag. Denn der Discounter bietet nun nicht nur Zebra-Fleisch, sondern auch gleich Steaks vom Känguru an. Zu einem Preis von 6,99 Euro gibt es bei Netto bereits 300 Gramm Zebra-Steak. Die Kunden sind gespaltener Meinung - die einen sind schockiert, die anderen wiederum empfinden die Empörung als scheinheilig. Es stellt sich die Frage: Darf man Zebra-Fleisch überhaupt essen?

WWF: „Es kommt darauf an, wo die Tiere herkommen“  

Auf diese Frage hat sich die Naturschutzorganisation WWF gegenüber RP-Online geäußert. Sprecher Roland Gramling erklärt: „Es kommt darauf an, wo die Tiere herkommen, ob sie aus einer Zucht stammen und wenn ja, wie sie gehalten werden.“ Demnach seien zwar Grey- und Bergzebra vom Aussterben bedroht, nicht aber das Steppenzebra, das zwischen dem Nordosten und dem Süden Afrikas lebt. Zwar verurteilt der WWF den Konsum von Zebra-Fleisch generell nicht, weist aber darauf hin, dass es genug Wild in Europa gebe und es dementsprechend unangebracht sei, Fleisch aus anderen Kontinenten einzuführen.

Ob das exotische Angebot aus dem Netto-Weihnachtssortiment also bei den Kunden gut ankommen wird, ist fraglich - vor allem, weil der Verbraucher immer mehr auf heimische Produkte setzt, die nicht hunderte Kilometer zurücklegen mussten und damit die Umwelt noch mehr belasten.

• Sophie Kausch
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