Früh übt sich: So bringst du deinem Hund die richtige Zahnpflege bei
Früh übt sich: So bringst du deinem Hund die richtige Zahnpflege bei
Weiterlesen

Früh übt sich: So bringst du deinem Hund die richtige Zahnpflege bei

Nicht nur wir Menschen leiden an Zahnproblemen! Auch Hunde müssen regelmäßig zum Tierarzt, um die Zähne zu kontrollieren. Karies, Zahnstein und Parodontose können für unsere geliebten Vierbeiner schlimme Folgen haben.

Die Vorfahren des Haushundes hatten es noch leicht: Beim Reißen von ihrer Beute reinigten sie automatisch ihr Gebiss. Doch das Hundefutter unserer domestizierten Lieblinge ist dafür alles andere als geeignet, weswegen wir die Zähne unseres Vierbeiners speziell pflegen müssen.

Seinen Hund zur Zahnpflege erziehen

Eine ausgeprägte Zahnhygiene ist auch beim Hund unerlässlich und man sollte mit einer dementsprechenden Erziehung bereits in jungen Jahren beginnen, wie auf der Homepage der Tierarztpraxis Martin Kniese zu lesen ist. Ist der Hund erst einmal älter kann es schwer werden, ihn daran zu gewöhnen den Mund beim Zähneputzen geöffnet zu halten.

Einen Welpen kann man spielerisch beibringen, den Mund offen zu halten, indem man beginnt, ihm immer wieder das Maul zu öffnen und ihn dabei zu loben. Um seine Fellnase auf den Einsatz der Zahnbürste vorzubereiten - wobei es einer speziellen Zahnbürste für Hunde bedarf - sollte man ihm erstmals nur mit dem Finger das Zahnfleisch massieren. Scheut dein Hund vor der Massage nicht mehr zurück, kommt die Zahnbürste zum Einsatz.

Es ist wichtig bei der Erziehung zum Zähneputzen mit Geduld und sanft vorzugehen. Mit viel Lob und Liebe wird dein Vierbeiner sich dann nicht vor dem Gebrauch der Zahnbürste fürchten.

In Bezug auf die Zahnbürste ist es außerdem wichtig keine gewöhnliche zu verwenden. Deren Borsten sind in der Regel viel zu hart für das empfindliche Zahnfleisch deines Schützlings. Und auch bei der Zahnpasta sollte man auf eine spezielle Paste für den Hund zurückgreifen, da der Geschmack für den Vierbeiner sonst zu scharf ist. Auf Amazon findest du zum Beispiel spezielle Zahnpflege-Sets für deinen Vierbeiner (als Amazon-Partner verdient Ohmymag.de an qualifizierten Käufen).

Alternativen zur Zahnbürste

Doch es gibt noch weitere Mittel, um die Zähne deines Lieblings zu pflegen, sollte es mit dem Zähneputzen nicht ganz klappen. Es gibt spezielle Zahngele, beim Tierarzt erhältlich, die ganz ohne Putzen einfach nur auf die Zähne aufgetragen werden können. Dort entfernen sie das Plaque und wirken der Entstehung von Zahnstein entgegen.

Noch leichter wird es mit speziell für den Hund hergestellten Mundspülungen. Diese kann man einfach in das Trinkwasser geben, wodurch deine Fellnase den ganzen Tag über immer wieder seine Maulhöhle desinfiziert. Die Spülung löst eventuelle Beläge vom Zahn.

Auch beim Futter kann man auf Zahnpflege setzen und sich den natürlichen Kautrieb des Hundes zu Nutze machen. Neben speziellem Futter und Futterzusätzen gibt es Kausticks, die beim Kauen die Zähne pflegen. Der Vierbeiner reinigt ganz ohne Zähneputzen Zahnfleisch und Zähne und schützt sie zusätzlich durch den Speichel, der beim Kauen entsteht.

Hund vs Wolf: Dieses Tier ist das sozialere
Auch interessant
Hund vs Wolf: Dieses Tier ist das sozialere

Schließlich kann man für seinen Haushund auch spezielles Kauspielzeug erwerben. Dabei muss man darauf achten eine alters- und größengerechte Auswahl zu treffen. Sollte das Spielzeug beschädigt sein, muss man es sofort entfernen, sonst könnte dein Liebling sich daran verschlucken.

Auch auf eine professionelle Zahnreinigung beim Tierarzt sollte nicht verzichtet werden. Diese ist wie beim Menschen auch unabdingbar für den bestmöglichen Erhalt der Zahngesundheit. Wie sich Mundgeruch beim geliebten Vierbeiner vermeiden lässt, verraten wir dir übrigens im Video.

Von Sarah Kirsch
Letzte Änderung
Keine Verbindung
Bitte Einstellungen prüfen