Hautpilz: Hunde sollten rasch behandelt werden, sonst besteht Gefahr für den Menschen
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Hautpilz: Hunde sollten rasch behandelt werden, sonst besteht Gefahr für den Menschen

Hautpilz bei Haustieren darf nicht unterschätzt werden. Nicht nur kann er sich über Jahre ziehen, sondern auch eine Gefahr für den Menschen darstellen.

Es kratzt und juckt deinen Hund plötzlich an Kopf, Rücken und/ oder Schwanz? Dann solltest du besser sein Fell auf kahle Stellen und Hautirritationen untersuchen. Das muss nicht gleich eine tödliche Krankheit bedeuten - wie diese Hundekrankheit, die in Norwegen bei Hunden eine Epidemie auslöste -, sollte aber auf jeden Fall ernst genommen werden.

Denn es könnte sein, dass dein geliebter Vierbeiner von Hautpilz befallen ist. Dabei treten auch Rötungen auf der Haut und Schuppen auf. Wenn es sich dabei um Dermatophytose handelt, besteht die Gefahr einer Zoonose. Dabei wird die infektiöse Pilzerkrankung auf den Menschen übertragen.

Geschwächtes Immunsystem

Besonders anfällig für Hautpilz sind junge Hunde, die noch kein voll ausgebildetes Immunsystem haben. Auch Hündinnen, die trächtig sind oder ihre Jungen säugen, können leichter Hautpilz bekommen. Stress und Läufigkeit können ebenso dazu führen, dass erwachsene Tiere befallen werden.

Dabei reicht eine kleine Wunde aus, die beispielsweise durch Parasiten entstehen kann. Die Haut wird rötlich und irritiert. Zoodoc Katharina Reitl unterscheidet laut Kurier zwei Arten von Hautpilz: Dermatophytose, die ansteckend ist und durch Fadenpilze entsteht, und anderen Pilzerkrankungen, die durch Hefepilze entstehen und keine Zoonose hervorrufen.

Besonders anfällig dafür sind junge und geschwächte Tiere. Ershova_Veronika@Getty Images

Tierarztbesuch notwendig

Wenn die Symptome eindeutig sind und auch Rötungen auf der Haut sowie Schuppen auftreten, dann solltest du direkt einen Tierarzt aufsuchen. Dieser kann manche Arten von Hautpilz mit einer Schwarzlichtlampe bzw. einer Wood’schen Lampe ausmachen. Die häufigsten fluoreszieren unter dem UV- oder Schwarzlicht.

Wenn der Schnelltest jedoch kein Ergebnis bringt, sollten Haut- und Haarproben unter dem Mikroskop betrachtet werden, um sicherzugehen, ob es sich um Hautpilz handelt.

Desinfektion der Umgebung

Behandelt wird die infektiöse Pilzerkrankung dann meist mit Antimykotika, die mit Salben oder Tinkturen direkt lokal aufgetragen werden. Von Hausmitteln wird dringend abgeraten, da diese für den Hund gefährlich werden können, wie die ESCCAP berichtet.

Wichtig ist hierbei, dass der Hund so wenig engen Kontakt wie möglich zum Menschen hat, da der Hautpilz ansteckend ist. Auch die Umgebung, in der er sich aufhält, sollte so oft wie möglich desinfiziert werden, um eine Verbreitung zu verhindern. Hier kannst du ein paar Tipps nachlesen, wie du dein Zuhause richtig desinfizierst.

Von Maximilian Vogel

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