Hinter Elefantensterben steckt auch tödliche Gefahr für unsere Hunde
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Hinter Elefantensterben steckt auch tödliche Gefahr für unsere Hunde

Das Rätsel um das tragische Elefantensterben ist gelöst - doch damit werden wir auf eine Gefahr aufmerksam, die auch in Deutschland herrscht und vor allem unsere Hunde betrifft.

In den letzten Monaten und besonders Ende des Sommers starben überraschend viele Elefanten im Okavangodelta in Botsuana. Über 330 Dickhäuter verenden und erst jetzt dürfte das Rätsel endlich gelöst sein.

Giftige Blaualgen-Ansammlungen

Untersuchungen haben ergeben, dass sich in vielen Wasserstellen Cyanobakterien befinden. Diese dürften die Ursache für das Elefantensterben darstellen, denn diese konnten auch in Blutproben verendeter Tiere nachgewiesen werden.

Durch den Klimawandel gehen die Anzahl der Wasserstellen zurück - immer mehr Tiere trinken von der gleichen Wasserstelle und somit ist das Risiko höher, dass mehrere Tiere verenden, denn das Wasser wärmt sich schneller auf, umso niedriger der Wasserstand ist. Zudem sind Cyanobakterien höchst giftig!

Blaualgen  Ashley Cooper@Getty Images

Auch in deutschen Gewässern vorhanden

Manche Blaualgen entwickeln Giftstoffe, die potentiell gefährlich sein können für Mensch und Tier. Auch in Deutschland vermehren sich Blaualgen in manchen Gewässern sehr schnell. Dr. Fred R. Willitzkat, Tierarzt und ehemaliger Zoo- und Wildtierpfleger, warnt im Gespräch mit der Bild:

Wir haben derzeit Blaualgeneinbrüche, die wirklich gravierend sind. Sie vermehren sich besonders gut im Sommer bei hohen Temperaturen und in stehenden und nährstoffreichen Gewässern, also Seen oder Tümpeln.

Dies kann besonders gefährlich werden, wenn man in den betroffenen Seen schwimmen geht. Denn die Aufnahme der Bakterien geschieht auch schon über die Haut. Wir sollten also überwachen, wenn sich unsere Hunde in Gewässern abkühlen oder gar davon trinken, denn dort lauern auch andere Gefahren.

Gefahr für den Hund  Johner Images@Getty Images

Vergiftung von Hunden

Blaualgen kann man leicht erkennen anhand des dichten blau-grünlich schimmernden Teppichs, den sie in Ansammlung bilden. Dr. Willitzkat gibt zu Bedenken, dass die Gefahr, die das Elefantensterben ausgelöst hat, auch bei unseren Tieren besteht:

Wenn der Hund nur ein paar von diesen Bakterien aufnimmt, kann sein Organismus damit fertig werden. Wenn es sich aber um Millionen handelt wie in einem Algenteppich, kommt die Vergiftung zustande.

Wenn Hunde eine Vergiftung durch Blaualgen erleiden, merkt man dies an ihrem apathischen Verhalten. 20 Minuten später können bereits die ersten Symptome wie Durchfall und Erbrechen eintreten. Dann muss schnell gehandelt werden, um das Tier vor dem Tod zu bewahren.

Der Tierarzt kann hier noch helfen, bevor eine Lähmung der Atemmuskeln eintritt. Dieser provoziert im Idealfall künstlich ein Erbrechen, um so viel wie möglich von dem Gift aus dem Körper zu transportieren. Folgen können im Weiteren Schäden an der Leber und der Niere sein.

Daher sollte man sich besser bei den zuständigen Umweltbehörden der Bundesländer wegen der Wasserqualität erkundigen, wo die Konzentration der Blaualgen erhöht ist - diese Gewässer sollte man als Tierbesitzer dann eher meiden.

Von Maximilian Vogel

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