Höchste Alarmstufe: Zwei Giraffen-Arten sterben unbemerkt aus
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Höchste Alarmstufe: Zwei Giraffen-Arten sterben unbemerkt aus

In den letzten 30 Jahren hat der afrikanische Kontinent 40 % seiner Giraffenpopulation verloren. 2019 gibt es der IUCN zufolge noch etwa 98.000 Giraffen. Eine äußerst alarmierende Zahl.

"Giraffen sind große Tiere, die man in Parks und Reservaten leicht sieht, daher kann der falsche Eindruck entstehen, dass alles in Ordnung ist", erklärt Julian Fennessy, der Ko-Vorsitzende der Giraffe and Okapi Specialist Group. Somit gehört die Giraffe zu den Tierarten, die seit mehreren Jahrzehnten langsam am Aussterben sind.

"Leises" Aussterben

Laut der Internationalen Union zur Erhaltung der Natur (IUCN) gibt es in Afrika nur noch 98.000 Giraffen. Diese Information schockiert die Forscher und Wissenschaftler. Ende 2016 stuft die IUCN die Giraffen bereits als „gefährdete" Art ein. Heute müssen wir um das Überleben dieser großen Säugetiere fürchten.

Zwischen 1985 und 2015 sind 60 % der Netzgiraffenpopulation verschwunden. Ähnlich wie bei ihrer Unterrasse, der Nubischen Giraffe, die in 30 Jahren 85 % ihrer Population einbüßen musste.

Dem National Geographic zufolge werden die Massai-Giraffen und die Netzgiraffen, zwei der großen Giraffenarten, inzwischen als „gefährdet" eingeschätzt, die Kordofan-Giraffen und die Nubischen Giraffen hingegen gelten bereits als vom Aussterben stark bedrohte Rassen.

Das Rätsel um die Giraffen

"Im Vergleich zu anderen eindrucksvollen Tieren wie den Löwen, Elefanten oder Nashörnern, weiß man recht wenig über die Giraffen", erklärt Simon Masiaine, Koordinatorin des Ausbildungs- und Schutzprogramms für Giraffen Twiga Wallinsi in Kenia. Während laut dem Planetoscope 15.770 Elefanten wegen ihrer Stoßzähne getötet werden, ist es bisher noch nicht klar, wofür die Giraffen getötet werden.

Von Pia Karim
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