Homeoffice, Lockdown: Diese Katzen haben die Schnauze voll von ihren Besitzern
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Homeoffice, Lockdown: Diese Katzen haben die Schnauze voll von ihren Besitzern

Von Lisa Fehrs

Nicht gewohnt, ihr Herrchen oder Frauchen tagelang zu Hause zu erleben, sollen verschiedene Haustiere jetzt völlig fertig sein. Was hat es damit auf sich?

Gemäß einer in der wissenschaftlichen Zeitschrift PLOS Medecine veröffentlichten Studie sind die verschiedenen Lockdowns für unsere Haustiere alles andere als lustig gewesen.

"Ich kann nicht mehr!"

Eigentlich möchte man sich gerne vorstellen, dass sich Haustiere über eine längere Gesellschaft ihrer Besitzer zu Hause freuen. Offensichtlich scheint ein ungewohnt langes Zusammensein aber eher die menschliche Hälfte zu beglücken. Und dies scheint insbesondere bei Katzen der Fall zu sein.

Emmanuelle Titeux, eine auf Verhaltensweisen spezialisierte Tierärztin, erklärt die Lage in einem Video ihrer Institution (EnvA) recht humorvoll:

Wenn man bei bestimmten Haustieren eine Umfrage veranstalten würde, hätten etliche sicher gesagt: "Jetzt muss ich den lieben langen Tag diesen Deppen ertragen, der mich die ganze Zeit über kitzelt... Ich kann nicht mehr!"

Eine ungewohnte Situation

In der Tat sollen verschiedene Katzen sehr schlecht mit der ständigen Gegenwart ihres Besitzers auf ihrem eigenen Territorium zurechtkommen. Emmanuelle Titeux spricht gar von einer "Apathie", um den Zustand zu beschreiben, in dem sich viele Katzen derzeit befinden. Genauer sagt sie:

Das Haustier findet sich plötzlich in einem Umfeld wieder, an das es sich nicht anpassen an. Daraufhin lässt es sich in einer Form von Apathie fallen. Es liegt in einer Ecke, frisst seine Nahrung und legt allein aus sich heraus fast kein anderes Verhalten mehr an den Tag.

Beobachtet ihr eine Veränderung im Verhalten eurer Katze, die sich beispielsweise jetzt besonders aggressiv euch gegenüber verhält, so ist es am besten, sie nicht zu einem Kontakt zu zwingen. Sie wird schon wieder aus freien Stücken auf euch zugehen.

Glücklicherweise trifft dieses Phänomen nicht auf alle Katzen zu. Verschiedene sollen derzeit ganz im Gegenteil, wie wahrhaftige Kletten an ihren Besitzern kleben - wenn man zumindest verschiedenen Meldungen in den Social Media Glauben schenken möchte.

Das Haustier, ein natürliches Antidepressivum

Eine mit 32 Teilnehmern durchgeführte Untersuchung bestätigt nachdrücklich die positiven Effekte, die Haustiere auf isolierte Menschen haben. 90% der Befragten geben an, dass sie das Streicheln ihres Haustiers aufmuntert.

Der französischen Zeitung La Dépêche erklärt Dr. Young dieses Phänomen folgendermaßen:

Diese Nähe kann helfen, verschiedene Stressfaktoren körperlicher wie psychischer Art auszugleichen. Krankenhäuser, Altenheime und andere Pflegeeinrichtungen wären gut beraten, ihren Patienten das Halten von Haustieren zu gestatten bzw. nahezulegen.

Suchst du jetzt das passende Haustier? Mit diesem Wunsch bist du derzeit nicht alleine. Aber bitte denke daran, dir diese Entscheidung gut zu überlegen und adoptiere deinen künftigen Vierbeiner aus dem Tierheim.


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