Hundefleisch-Festival: In Yulin werden trotz Covid-19 tausende Hunde geschlachtet
Hundefleisch-Festival: In Yulin werden trotz Covid-19 tausende Hunde geschlachtet
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Hundefleisch-Festival: In Yulin werden trotz Covid-19 tausende Hunde geschlachtet

Am Sonntag (21. Juni) startete in Yulin (China) das umstrittene Hundefleisch-Festival. Bei dieser barbarischen Veranstaltung verlieren jährlich tausende Hunde ihr Leben.

Jedes Jahr werden bei dem Hundefleisch-Festival in Yulin Tausende Hunde und Katzen geschlachtet. An rund hundert Ständen werden Speisen angeboten, die aus diesen Tieren hergestellt werden. Doch noch schlimmer ist, dass die noch lebendigen Tiere, eingepfercht in winzigen Käfigen, neben den Ständen auf ihren Tod warten. Ein entsetzliches Schauspiel.

Trotz der Risiken findet das Hundefleisch-Festival statt

Nach dem Ausbruch der Corona-Krise, die noch immer die ganze Welt erschüttert, hatte die chinesische Regierung Hunde und Katzen im vergangenen April von der Liste essbarer Tiere streichen lassen. Nichtsdestotrotz findet nun das umstrittene Festival statt. Über einen Zeitraum von zehn Tagen können die Besucher das Fleisch dieser Tiere kaufen und vor Ort konsumieren. Dies ist nicht nur aus Sicht der Tiere absolut grausam, sondern stellt auch ein nicht zu verachtendes Gesundheitsrisiko dar.

Peter Li, China-Spezialist der Tierrechtsgruppe Humane Society International, erklärt:

Massenversammlungen im Rahmen eines Festivals zu erlauben, bei denen mit Hundefleisch gehandelt wird und dieses auf den Märkten und in Restaurants verzehrt werden kann, stellt ein erhebliches Risiko für die öffentliche Gesundheit dar.

Weniger Besucher beim Hundefleisch-Festival

Seit Jahren wird vehement gegen die Austragung des Festivals protestiert und anhand schockierender Bilder bewiesen, wie brutal dabei mit den Tieren umgegangen wird. Man sieht, wie die Tiere bei lebendigem Leib gekocht werden und mit Stöckern geschlagen werden. Grausame Szenen, die Jahr um Jahr Menschen auf der ganzen Welt entsetzen.

Doch den Tierschützern vor Ort zufolge kämen mit jedem Jahr immer weniger Besucher zu dem Festival – immerhin ein kleiner Erfolg. Der französischen Tierschutzorganisation 30 millions d'amis zufolge wurden 2019 "nur" 3.000 Hunde bei dem Festival getötet; im Jahr 2010 waren es noch 15.000 Tiere. Einer 2016 veröffentlichten Umfrage von der China Animal Welfare Association zufolge hoffen sogar 64 % der Chinesen, dass dieses Festival verboten wird.

Von Martin Gerst
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