Interpol macht bei Razzia einen bemerkenswerten Fund

Interpol macht bei Razzia einen bemerkenswerten Fund

Wenn Interpol hier mal nicht ein dicker Fisch ins Netz gegangen ist! Im Mai und Juni konnte die internationale Polizeiorganisation in 93 verschiedenen Ländern der Welt einen illegalen Handel aufdecken. Während die ganze Welt über Waffen- und Drogenschmuggel relativ gut informiert ist, handelt es sich bei diesen gefundenen Kisten um einen ungewöhnlichen und doch nicht ganz so seltenen Fund.

Es ist den internationalen Behörden und Sicherheitskräften unter der Leitung von Interpol gelungen, bei Razzien in den letzten Monaten an die 27.000 Reptilien, rund viertausend Vögel, achtundvierzig Primaten et vierzehn Raubkatzen zu befreien und vor dem illegalen Handel zu retten.

Dank internationaler Zusammenarbeit

Das spektakuläre Ergebnis der von Interpol geleiteten weltweiten Operation Thunderstorm gegen den illegalen Handel mit Wildtieren und geschützten Arten hat Interpol am 20. Juni bekanntgegeben. Zur Erinnerung: Der verbotene Handel mit Wildtieren und geschützten Tierarten kommt nach dem Waffenhandel und dem Drogenhandel gleich an dritter Stelle der lukrativen illegalen Geschäfte.

Eine großangelegte Aktion

Die großangelegte Polizei- und Behördenaktion namens Thunderstorm wurde im Mai in weltweit 93 Ländern durchgeführt und führte zur Überführung von insgesamt mehr als 1.400 Verdächtigen.

Auf dem von Interpol veröffentlichten Bildmaterial sind unter anderem Unzertrennliche (sehr dekorative kleine afrikanische Papageienvögel) in einem Karton zusammengepfercht, ein Krokodil bei einem Privatmann in Ecuador sowie ein ausgestopfter Löwe zu sehen.

Doch nicht nur lebende Tiere, sondern auch 43 Tonnen Fleisch von Wildtieren wie Bären, Zebras oder Elefanten, 1,3 Tonnen Elfenbein und sieben tote Bären, darunter die Kadaver von zwei Eisbären, konnten von den Sicherheitskräften sichergestellt werden.

Ein lukratives Geschäft

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Die internationale Polizeiorganisation Interpol gab auch bekannt, dass es der vietnamesischen Küstenwache gelungen ist, vier Tonnen Schuppen der vom Aussterben bedrohten Schuppentiere an Bord eines Schiffes auf dem Weg in die Republik Kongo sicherzustellen. Und in Kanada wurden 18 Tonnen Aalfleisch auf einem aus Asien kommenden Schiff beschlagnahmt.

Am Flughafen von Los Angeles führten zwei Passagiere lebende Sumpfschildkröten mit im Gepäck. Sie waren auf dem Weg nach China. Insgesamt beläuft sich der Wert der im Rahmen der Operation Thunderstorm weltweit gemachten Beschlagnahmungen auf mehrere Millionen Dollar.

Zoe Klaus
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