Karneval: Darum kann es deinem Haustier schaden, wenn du es verkleidest
Karneval: Darum kann es deinem Haustier schaden, wenn du es verkleidest
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Karneval: Darum kann es deinem Haustier schaden, wenn du es verkleidest

Karneval, Fastnacht oder Fasching ist ein Spaß für Groß und Klein. Bloß für unsere lieben Vierbeiner sind die Feierlichkeiten wegen des Lärms und der Menschenmengen oft purer Stress. Hundehalter sollten darauf verzichten ihre Vierbeiner in eine Verkleidung zu stecken. Wir erklären, warum!

Auf Umzügen während der fünften Jahreszeit sind Hunde oft mit dabei, ebenso wie auf Volksfesten und Jahrmärkten. Dabei setzt man sie und auch andere Tiere bei den Festlichkeiten oftmals unnötigem Stress aus.

Die Perspektive wechseln

Stell dir doch einmal vor, du bist nur so groß wie dein Vierbeiner. Dann siehst du die Welt wie damals als Kind: nämlich nur bis zum Knie der Erwachsenen! Und jetzt stellt dir vor, dass du auf einem Karnevalsumzug dabei bist! Die Menschen drängen sich an dir vorbei, treten dir vielleicht ungewollt auf die Pfote oder schreien in ihrem Suff laut durch die Gegend.

Das klingt nicht gerade verlockend, oder? Natürlich reagiert ein Hund - und jedes andere Tier auch - in solch einer Reaktion mit Stress und Angst. Dazu kommen dann noch Wurfgeschosse und Glassplitter, die zu Verletzungen führen können. Kurzum: Lass dein Haustier lieber zu Hause!

Tierschützer warnen

Tierschützer wie Peta und auch der Deutsche Tierschutzbund warnen immer wieder davor, Tiere in ein Kostüm zu stecken. Mit Sicherheit gibt es einige Hunde, denen es nichts ausmacht so im Rampenlicht zu stehen und für kurze Zeit in einer Verkleidung zu stecken.

Doch gehört dein Vierbeiner nicht zu den wenigen Ausnahmen kann das Experiment dermaßen schief gehen, dass du sein Vertrauen verlierst - und das wäre wohl wirklich ein Jammer!

Warum du dein Haustier nicht in ein Kostüm stecken solltest

Mach dir bewusst, dass du dein Tier in einem Kostüm zur Schau stellst - eine Wahl, die du für deinen Liebling triffst, er kann sich schließlich nicht dagegen wehren! Natürlich gibt es Anzeichen, die darauf hindeuten, dass deine Fellnase sich in der Verkleidung nicht wohl fühlt (siehe Video), doch die musst du erst mal erkennen!

Denn schließlich ist seine Körpersprache durch das Kostüm stark eingeschränkt. Ein doppelter Nachteil, da Tiere mittels Körpersprache miteinander kommunizieren - du raubst ihm quasi seine Stimm. Auch schränkt die Verkleidung deinen Hund in seiner Bewegungsfreiheit ein.

Schlimme Folgen

Des Weiteren bringt eine Verkleidung den Wärmehaushalt deines Hundes durcheinander. Es kann ihm unter dem Kostüm zu heiß werden oder, der im Umkehrschluss, er fängt an zu frieren, nachdem ihm das Kostüm ausgezogen wird.

Im schlimmsten Fall zieht sich dein Liebling beim Tragen einer Verkleidung durch die Reibung an seinem Fell Verletzungen zu. Oder aber er bleibt wegen der Verkleidung irgendwo hängen und - noch schlimmer - er stranguliert sich.

Etwas ganz anderes ist es natürlich, wenn es sich um reguläre Kleidung für den Hund handelt, die zum Beispiel einen kurzhaarigen Hund vor Kälte im Winter schützen soll.

Von Sarah Kirsch

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