Lebensgefährliche "Kulikitaka"-Challenge: Darum warnen Bauern vor Internet-Trend
Lebensgefährliche "Kulikitaka"-Challenge: Darum warnen Bauern vor Internet-Trend
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Lebensgefährliche "Kulikitaka"-Challenge: Darum warnen Bauern vor Internet-Trend

Was hat TikTok mit bayerischen Bauern zu tun? Eigentlich nichts. Und trotzdem warnen letztere nun eindringlich vor der chinesischen Musikvideo-App, sprechen sogar von Lebensgefahr, die für ihre Nutzer bestehe. Wie kann das sein?

Immer mehr Landwirte warnen vor einem neuen Internet-Trend. Bei der "Kulikitaka"-Challenge riskieren Tausende TikTok-Nutzer ihr Leben und das Wohl von Tieren für ein gelungenes Musikvideo.

Lebensgefahr bei TikTok-Challenge

Genauer gesagt geht es um eine aktuelle Internet-Challenge, die wie unzählige andere TikTok überschwemmen. Doch die sogenannte "Kulikitaka"-Challenge sticht besonders negativ hervor.

Ziel der Challenge, der sich schon Tausende Nutzer angeschlossen haben: Kühe erschrecken. Zuerst heben sie einen Arm langsam, dann den anderen. Daraufhin fuchteln sie wie wild mit ihnen über dem Kopf herum und stürmen auf die armen Kühe zu.

"Diese Aktionen sind kein Spaß"

Die "Kulikitaka"-Challenge ist mittlerweile so weit verbreitet, dass sich sogar der deutsche Bauernverband dazu gezwungen sieht, auf die Gefahr des Rumzappelns aufmerksam zu machen. Der stellvertretende Generalsekretär des Verbandes, Udo Hemmerling, warnt TikTok-User mit Nachdruck davor, die Challenge nachzuahmen. Dabei sorgt er sich nicht nur um das Wohl der Tiere:

Diese Aktionen sind kein Spaß, sondern lebensgefährlich und tierschutzwidrig. Wenn eine rund 700 Kilogramm schwere Kuh oder ein noch schwererer Bulle so erschreckt und gereizt wird, hat ein Mensch keine Chance.

Aggressive Reaktionen

Bauern warnen, dass vor allem Kühe mit kleinen Kälbern gereizt und sogar aggressiv auf die Tanzenden reagieren könnten. Auf den ersten Schock könnte also eine gezielte Verteidigungs-Aktion folgen, bei der der Mensch den Kürzeren ziehen würde. Und selbst wenn die Tiere vor Angst aufgeschreckt flüchten, können sie großen Schaden anrichten - ein Zaun hält sie dann nicht mehr im Zaum. Auch dabei sind Menschen in Gefahr.

Fassungslose Landwirtschaftsministerin

Alles in allem bleibt einem bei der "Kulikitaka"-Challenge nichts als Kopfschütteln übrig. Nicht umsonst betont die bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber im Gespräch mit der Bild:

Ich kann gar nicht genug betonen, wie daneben diese Online-Challenge ist, die gerade durchs Internet geistert. [...] Durch falsches Verhalten kann man Tieren großen Schaden zufügen, genauso den Besitzern, die sich aufopferungsvoll um sie kümmern.
Von Sarah Kirsch

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