Massenhaft blaue Hunde neben russischer Chemiefabrik entdeckt
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Massenhaft blaue Hunde neben russischer Chemiefabrik entdeckt

Von Lea Pfennig

An einer Straße in Russland wurden blaue Hunde gesichtet und fotografiert. Die surreal wirkenden Bilder sind tatsächlich echt und die Farbe der Tiere soll etwas mit einer Chemiefabrik in der Region zu tun haben.

Wenn man diese Bilder sieht, könnte man zunächst meinen, sie seien fake. Doch leider entsprechen die Fotos der blauen Hunde tatsächlich der Realität. Sie wurden am 11. Februar von Bewohnern der russischen Stadt Dserchinsk aufgenommen. Auf den Bildern sieht man sechs Hunde, die am Straßenrand entlanglaufen und alle eine ziemlich unnatürliche Fellfarbe haben. Doch was ist der Grund dafür?

Eine Chemiefabrik im Visier

Aleksej Ganine postet die Bilder, die sich anschließend in Windeseile über das soziale Netzwerk VKontakte verbreiten, als erstes. Die meisten Internetnutzer glauben zunächst, dass es sich dabei um einen weniger lustigen Scherz handelt. Doch damit liegen sie falsch.

Das russische Magazin Ria Nowosti ist der Sache auf den Grund gegangen und sieht eine Chemiefabrik in der Schuld, die in der Gegen Acrylglas und Blausäure herstellt. Andrej Misliwets, der die Anlage 2015 geleitet hat, hält es für möglich, dass die Hunde mit den chemischen Produkten in Kontakt geraten sind.

In der Gegend leben Straßenhunde. Vielleicht haben sie in einem der Gebäude irgendwelche chemischen Überreste gefunden – zum Beispiel Kupfersulfat – und haben sich darin gewälzt.

Welche Auswirkungen hat das auf die Gesundheit der Tiere?

Das Rätsel um die ungewöhnliche Farbe der Tiere scheint also gelöst. Doch gefährdet das Kupfersulfat die Gesundheit der Hunde? Tierärzte der Klinik ZooZashchita-NN in Nischni Nowgorod gehen davon aus, dass die Tiere nicht gefährdet sind. Doch die Vizepräsidentin der Humane Society International, Kelly O’Meara, sieht das anders:

Die Farbe ihres Fells deutet darauf hin, dass sie in direkten Kontakt mit potentiell giftigen oder gesundheitsschädlichen Stoffen gekommen sind und diese womöglich zu sich genommen haben. Dies kann zu Verbrennungen, schmerzhaften Hautausschlägen oder inneren Blutungen führen aber auch zu tödlichen Krankheiten.

Die lokalen Behörden haben sich der Situation angenommen und die Besitzer des Gebiets kontaktiert, um die Hunde in ihre Obhut nehmen zu dürfen. Im Jahr 2017 kam es in Indien zu einem ähnlichen Phänomen, auch dort tauchten plötzlich blaue Hunde auf. Nachforschungen ergaben schließlich, dass Industrieabfälle, die ins Wasser geleitet wurden, schuld sein müssen.


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