Menschliches Versagen: In Norwegen sind mehr als hundert Rentiere gestorben

Menschliches Versagen: In Norwegen sind mehr als hundert Rentiere gestorben

Mehr als hundert Rentiere haben im Norden Norwegens ihr Leben lassen müssen. Sie wurden auf ihrer winterlichen Herdenbewegung von Zügen erfasst! 

Es ist ein wahres Blutbad, das sich da im Augenblick im Norden Norwegens abspielt. Vergangenen Samstag sind 65 Rentiere von einem Zug erfasst worden. Und 41 weiter Rentiere haben in den letzten Tagen ihr Leben auf ähnliche Weise lassen müssen. Der Rundfunksender NRK spricht von einem Massaker. „Ich bin ohnmächtig vor Wut" teilt Ole Henrik Kappfjell, der Besitzer der dezimierten Herde, dem lokalen Sender mit. „Das ist eine derart sinnlose Tragödie. Das ist ein Albtraum für uns.“

 

Der Weg der Herdenbewegung ist voller Hindernisse   

 

Insgesamt sind dieser Zugstrecke zwischen 2013 und 2016 schon mehr als 2000 Rentiere zum Opfer gefallen. In Norwegen leben an die 250 000 dieser Tiere in halbwildem Zustand. Ihre Besitzer haben schon lange gefordert, Barrieren und Schutzzäune entlang der Gleise zu errichten. Doch deren Finanzierung lässt auf sich warten. Bis auf weiteres wird der Weg der Herdenbewegung mit Hindernissen gespickt bleiben und noch mehr Tiere Autos, Zügen und Wasserläufen zum Opfer fallen. 

Zoe Klaus
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