Miau? Wie du deine Katze dank künstlicher Intelligenz endlich verstehst
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Miau? Wie du deine Katze dank künstlicher Intelligenz endlich verstehst

Von Lisa Fehrs

Stell dir vor, du könntest mit deiner Katze nahtlos kommunizieren. Klingt nach Science-Fiction? - Nein, das Ganze ist schon jetzt möglich.

Der Duden Mentor, Google Translate, DeepL Translator oder Grammarly… mit unzähligen Online-Tools kann man sich den Alltag im Bereich Sprache bereits mittels künstlicher Intelligenz vereinfachen. Doch nun gibt es eine App, die es so wirklich noch nie gegeben hat.

Lost in Translation?

Katzen-Fans hergehört! Dank dem ehemaligen Alexa-Entwickler Javier Sanchez könnten Sprachbarrieren zwischen Mensch und Katze bald der Vergangenheit angehören. Denn besonders jetzt ist das Band zum Tier seiner Meinung nach essentiell. Der Entwickler der Firma Akvelon sagt hierzu:

Ich denke, dass diese App in Zeiten von Social Distancing wichtig ist. Denn es gibt Menschen, die den Lockdown zu Hause mit ihrer besseren Hälfte verbringen… mit ihrer Katze. Die App ermöglicht es ihnen, mit ihr kommunizieren oder zumindest ihre Absicht zu verstehen. Das erlaubt ihnen eine bedeutsame Verbindung zu ihr aufzubauen.

Die revolutionäre App "Meow Talk", die der ehemalige Entwickler des Smart Speakers Alexa ins Leben gerufen hat, ist bisher nur auf Englisch erhältlich - bald soll jedoch auch eine deutsche Version auf den Markt kommen. Die App ist in ihrer Beta-Version kostenlos im Google Play Store und Apple Store verfügbar.

Lass die Katze aus dem Sack!

Wie es geht? Für jede Katze wird ein individuelles Profil angelegt. So kann auch das Lautrepertoire der Nachbarskatze übersetzt werden. Das Handy muss in Richtung der Samtpfote gehalten werden, um ihr Maunzen aufzunehmen. Die App wird dir dann endlich verraten, was die Katze dir eigentlich schon so lange mitteilen wollte.

Der Nutzer kann dann der vorgeschlagenen Übersetzung zustimmen oder sie anzweifeln, um einen anderen Vorschlag zu bekommen. So kann die App aus ihren Fehlern lernen. Denn du kennst deine Katze ja letztlich doch am besten und kannst ihre Botschaft noch dazu auch über ihre Körpersprache deuten. Es wird empfohlen, die App ein paar Tage auf die eigene Katze zu kalibrieren.

Was Grumpy Cat uns schon immer sagen wollte

Die wissenschaftliche Grundlage der Mobile App ist die belegte Erkenntnis, dass kein Miau dem anderen gleicht. Der Entwickler fasst es so zusammen:

Das ist keine richtige Sprache. Aber ja, sie haben ein Vokabular.

Und da sich Wörter theoretisch ja mittels moderner Spracherkennung und künstlicher Intelligenz übersetzen lassen, sollte man doch auch das Miauen der Katze in unsere Sprache umwandeln können. Oder nicht?

Mit jedem Miau werd' ich schlau!

Derzeit zählt die App nur 13 Sätze in ihrem Wortschatz. Es handelt sich aber nicht um Worte im engeren Sinne, sondern eher um Gemütslagen und Bedürfnisse. So gibt es Basisvokabular wie "Füttere mich!“, "Ich bin verärgert“ oder "Lass mich in Ruhe!“. Doch auch eine Liebesbekundung oder eine Warnung vor einem potentiellen Angriff hat die App in petto.

Als Datengrundlage dienen der App Standard-Miaus. Doch so manche Katze klingt tatsächlich anders. Laut Untersuchungen haben Katzen keine gemeinsame Sprache. Das Miauen jeder individuellen Katze scheint einzigartig zu sein. Daher sei die App zur Zeit noch anfällig für Fehler. Daran wird aber weiterhin gearbeitet. Für diese Verbesserung werden die Aufnahmen der Benutzer herangezogen, die der App ganz automatisch übermittelt werden.

Smartwatch für die Katze

Aus diesem Grund kann die App sich nicht auf eine generische Datenbank verlassen, sondern ist darauf angewiesen mit jedem einzelnen Katzenprofil dazuzulernen. Je häufiger die App daher benutzt wird, desto genauer wird sie mit der Zeit werden.

Parallel arbeitet der Entwickler an einem Halsband, das permanent übersetzen soll. Dieses Gadget ist das ultimative Ziel des Ingenieurs. Bleibt zu hoffen, dass es bis dahin zu keinen Missverständnissen kommt. Zum Glück haben wir ja momentan ganz viel Zeit die App mit unserer Samtpfote auszuprobieren.


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