Portugal erlässt Verbot für Tiere im Zirkus

Portugal erlässt Verbot für Tiere im Zirkus

Endlich wieder einmal eine gute Nachricht für den Tierschutz in Europa! Portugal hat sich für das Wildtierverbot in Zirkussen entschieden. Das Verbot soll bis 2024 progressiv in Kraft treten.

Es wird bald keine Elefanten, Tiger, Löwen, Zebras und andere wilde Tiere mehr im Zirkus geben. Portugal hat seinen Beschluss bekanntgegeben, die Ausbeutung von Wildtieren in Zirkussen zu verbieten. Das am 30. Oktober vom portugiesischen Parlament erlassene Verbot von Wildtieren im Zirkus soll bis 2024 progressiv in Kraft treten.

Eine vielseitig begrüßte Entscheidung

Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen haben die Entscheidung der portugiesischen Regierung natürlich einstimmig begrüßt.

„Auf dieses Gesetz haben wir schon lange gewartet. Wilde Tiere sind im Zirkus fehl am Platz. Die Leute müssen sich auch amüsieren können, ohne dass Tiere leiden“, erklärte Bianca Santos, die Vizepräsidentin der portugiesischen Tierrechtsgruppe AZP der französischen Nachrichtenagentur AFP.

Das Verbot der portugiesischen Regierung betrifft mehr als 1.200 Tiere vierzig verschiedener Arten. Es wird also bald nicht mehr möglich sein, Wildtiere wie asiatische Elefanten, Zebras, Löwen oder weiße Tiger in den Zirkuszelten des südeuropäischen Landes zu sehen.

Ein einstimmiger Beschluss

Portugal schließt sich mit seinem Beschluss vierzig anderen Ländern in der Welt an (darunter die Hälfte in Europa), in denen die Ausbeutung von Wildtieren in Zirkussen inzwischen auch schon verboten ist. Das, dem Wohl der Tiere dienende Verbot wurde letzte Woche in Portugal von Abgeordneten sowohl linker als auch rechter Gesinnung abgesegnet. Es sieht eine Übergangszeit von sechs Jahren vor, in denen sich die Zirkusse des südeuropäischen Landes auf die Umstellung vorbereiten können.

„Das Parlament hat endlich verstanden, dass größere Käfige, strengere Regeln oder mehr Kontrollen keine Lösung für das Problem dieser Tiere sind, die wie Marionetten behandelt werden und denen ihre Würde entzogen wird“, erklärte seinerseits der Abgeordnete André Silva von der People-Animal-Nature-Partei Nature (PAN), die diesen Gesetzentwurf vor fast einem Jahr eingereicht hat.

Eine sechsjährige Übergangszeit

Doch wie soll das Verbot jetzt praktisch gesehen durchgesetzt werden? Das Gesetz sieht eine sechsjährige Übergangszeit zwischen 2018 und 2024 vor, in der die Zirkusse des Landes ihre Wildtiere in ein von der Regierung erstelltes Register eintragen müssen.

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Anhand dieses Registers wird die Regierung ihr Möglichstes tun, jedem Tier einen Platz in einem Zoo, einem Tierpark oder einem Wildtierreservat in Portugal oder im Ausland zu finden.

Zirkusse, die bereit sind, schon vor Ablauf der 2024 endenden Frist ihre Tiere abzugeben, können für ihre berufliche Umstellung Hilfe beantragen.  

Zoe Klaus
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