Reporter dringen in geschlossenen Zoo ein und trauen ihren Augen kaum

Reporter dringen in geschlossenen Zoo ein und trauen ihren Augen kaum

In Buenos Aires wird ein alter Zoo geschlossen. Als Reporter in die verwahrlosten Gehege vordringen, trauen sie ihren Augen kaum.

Im früheren Zoo von Buenos Aires ist es immer noch möglich, das Gebrüll von Löwen, das Tröten von Elefanten und das Gekreische von Affen zu hören. Noch ein Jahr nachdem der Zoo offiziell geschlossen wird und in eine Parkanlage verwandelt wird, kann man nach wie vor Zootiere in den alten Gehegen entdecken. Bürgermeister Horacio Rodriguez Larreta sagt, dass die Tiere in einer so verunreinigten Umgebung nicht bleiben können und dass sie dafür viel zu kostbar seien.

Verantwortliche erfüllen die Forderungen nur teilweise 

Trotz dieser Erklärungen erfüllen die Verantwortlichen die getroffenen Abkommen zur Verbesserung der Lebensumstände der Zootiere nur teilweise. Zwar wurden die Kondore freigelassen und 360 weitere Tiere an andere Einrichtungen übergeben, doch alle Tiere, die sich im Besitz der Stadt Buenos Aires befinden, sind nach wie vor in den alten Gehegen. Zwar ergreifen die Parkbesitzer das Wort, doch lediglich, um über eine Umgestaltung des Geländes zu diskutieren. Zu keinem Zeitpunkt erwähnen sie die Situation der Tiere.

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Tierschützer kämpfen gegen die unwürdigen Zustände 

Tierschützer, wie die NGO Fundacion Azara, beschweren sich regelmäßig über die heruntergekommene Umgebung, in der Tiere nun seit langer Zeit leben. Laut der NGO weise die von der Stadt Buenos Aires gewünschte Umgestaltung in keiner Weise auf mögliche Arbeiten an den Gehegen zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Tiere hin.

Sprecher des Bürgermeisters rechtfertigen die Probleme mit der voreiligen Schließung des Zoos. Noch bevor für jedes Tier ein neues Zuhause gefunden werden konnte, wird der Zoo geschlossen. So vegetieren die Tiere nach wie vor in dem jetzigen Park vor sich hin.

• Juliane Kretsch-Oppenhovel
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