Rom: Das mysteriöse Massensterben von hunderten Vögeln in der Silvesternacht
Rom: Das mysteriöse Massensterben von hunderten Vögeln in der Silvesternacht
Rom: Das mysteriöse Massensterben von hunderten Vögeln in der Silvesternacht
Weiterlesen

Rom: Das mysteriöse Massensterben von hunderten Vögeln in der Silvesternacht

Von Lisa Fehrs

Erschreckende Bilder verbreiten sich aktuell wie ein Lauffeuer in den sozialen Netzwerken: In der Silvesternacht sterben in Rom hunderte Vögel.

Solche Szenen kennen wir eigentlich nur aus Science-Fiction-Filmen und Serien, wie zum Beispiel dem Netflix-Format "Dark". Doch diesmal ist es krasse Realität: In der italienischen Hauptstadt Rom wurden in der Nacht vom 31. Dezember auf den 1. Januar überall auf dem Boden verstreut hunderte tote Vögel gefunden. Die Bewohner sind entsetzt.

Woran sind die Vögel gestorben?

Zahlreiche Videos zeigen orientierungslose Vögel, die merkwürdig umherfliegen. Sie wirken verängstigt und viele von ihnen fliegen mit voller Geschwindigkeit gegen Fenster oder Stromleitungen, woraufhin sie sterben.

Doch was hat diesen Zustand überhaupt ausgelöst? Die internationale Tierschutzorganisation OIPA hat eine Erklärung. Ihnen zufolge hängen diese makaberen Todesfälle in der Silvesternacht mit dem Abschießen von Feuerwerkskörpern zusammen. Das laute Knallen und das grelle Licht jagt vielen Tieren Angst ein, welche daraufhin die Orientierung verlieren und oft auch sterben.

Vom Feuerwerk erschreckte Vögel fliegen oft bis zu 1.000 Meter hoch, statt wie gewöhnlich nur bis zu 100 Meter Abdo Ashoush@Unsplash

Schluss mit Feuerwerkskörpern

Tierschützer fordern schon lange strenge Maßnahmen gegen die jährliche Knallerei. In Deutschland gab es dieses Silvester erstmals ein Böllerverbot. Obwohl es auch in Rom diesmal ein solches Verbot gab, hielten sich viele nicht daran. Der Vorsitzende der Organisation OIPA, Massimo Comparatto, erklärt:

Wir wiederholen es jedes Jahr: Der Verkauf von Feuerwerkskörpern und Böllern muss verboten werden (...) es werden keinerlei Kontrollen durchgeführt und jedes Jahr finden wir hunderte verletzte oder tote Tiere und auch zahlreiche verletzte oder entlaufene Haustiere. Es ist Zeit, diesem verheerenden Treiben ein Ende zu setzen.

Bilder und Videos dieses Ereignisses findet ihr im Video zu diesem Artikel. Aber Achtung: Sie könnten verstörend sein.


Mehr
Keine Verbindung
Bitte Einstellungen prüfen