Schlange mit zwei Köpfen und drei Augen: Das steckt wirklich hinter dieser Kreatur!

In Argentinien ist eine Bewohnerin von Santa Fe auf eine seltsame Kreatur gestoßen. Durch den länglichen, 10 cm langen Körper sah dieses Geschöpf aus wie eine Schlange mit „zwei Köpfen“ und „drei Augen“.

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Die Natur fasziniert doch immer wieder. So auch diese seltsame Kreatur, die in letzter Zeit für großes Aufsehen im Netz sorgte. Das Exemplar, um das es sich handelt, wurde von einer Bewohnerin von Santa Fe in Argentinien entdeckt. Lujan Eroles war so fasziniert vom Erscheinungsbild dieses Wesens, dass sie mehrere Fotos und Videos aufnahm und sie auf ihrem Facebook-Profil postete.

Es hat nicht lange gedauert und der Post machte die Runde im Netz. Dazu muss man sagen, dass die Kreatur ein äußerst ungewöhnliches Erscheinungsbild hat. Sie hat einen länglichen, 10 cm langen Körper und scheint gleichzeitig „zwei Köpfe“ und „drei Augen“ an beiden Enden zu haben. Mit diesem Aussehen erinnert das Geschöpf sehr an eine Schlange.

Einige User haben übrigens tatsächlich gedacht, dass es sich um eine verletzte Schlange handelt. Doch da lagen sie falsch, denn es ist etwas ganz anderes: In Wirklichkeit stellt dieses Wesen nämlich eine Schmetterlingsraupe dar.

Rätselhafte Kreatur

Man konnte sich vergewissern, denn im Video wurde das Geschöpf umgedreht. Dabei kann man nämlich feststellen, dass es winzige Füßchen hat. Laut Experten handelt es sich dabei um eine Raupe, die sich als Schwärmer entpuppt, der zur Familie der Schmetterlinge gehört. Diese Raupen werden ziemlich groß und sind größtenteils nachtaktiv.

Einigen Kommentaren zufolge soll es sich dabei genauer um den Mittleren Weinschwärmer (Deilephila elpenor) handeln. Diese Art soll allerdings, Experten zufolge, nur in Europa und Asien vorkommen, weswegen die wirkliche Identität der Kreatur bis jetzt noch umstritten und rätselhaft ist.

Nichtsdestoweniger ist sein Aussehen gar nicht so merkwürdig. Denn die Raupen von mehreren Schmetterlingen tarnen sich, um sich vor Raubtieren zu schützen. „Raupen sind die Hotdogs der Natur. Denn für viele Tiere stellen sie einen köstlichen Imbiss dar“, erklärte Katy Prudic, Insektenforscherin an der Universität Arizona, dem Magazin National Geographic.

Raupen, wahre Verkleidundkünstler

Bevor sie sich als Schmetterling entpuppen, haben Raupen oft ein ganz einfaches und harmloses Erscheinungsbild. Außerdem haben sie eine dicke Fettschicht, weswegen sie noch köstlicher werden. Um aber zu verhindern, dass sie anderen Tieren als Mittagessen dienen, haben viele Raupen Strategien entwickelt, sich zu tarnen.

Während sich einige mit dem Boden verschmelzen oder aussehen, wie Vogelkot, haben sich die Raupen des Weinschwärmers dazu entschlossen, sich der Angst der Tiere vor Schlangen zu Nutze zu machen. Aus der Sicht eines Vogels „denkst du, einen leckeren Hotdog gefunden zu haben, den du gleich verschlingen wirst, doch dann bewegt er sich und bläst seinen Kopf auf und sieht dann aus, wie eine Schlange“, beschreibt Katy Prudic.

Die Wirkung zieht sofort: „Oft lässt das Raubtier dann seine Beute fallen oder flieht“, erklärt die Forscherin weiter. In diesen Fällen wird die Raupe zu einem wahren Verkleidungskünstler, denn sie passt sich entweder durch ihre Farben ihrer Umwelt perfekt an, oder hat auf ihrem Körper ein Auge gezeichnet, das zu blinzeln scheint, wie ein echtes.

„Ich habe noch nie sowas gesehen. Es sah wirklich aus wie eine Schlange und die Augen sahen so seltsam aus“, erzählte Lujan Eroles Daily Mail. Und weiter:

Ich habe nach unten gesehen und dieses seltsame Tiere entdeckt und hatte erst Angst, da ich dachte, dass es giftig sein könnte.

Der Beweis dafür, dass die Strategie von den Raupen des Weinschwärmers funktioniert, denn die Raupen sind normalerweise nicht giftig, zumindest nicht für den Menschen.

Entwicklung und Dauer einer Metamorphose sind unterschiedlich je nach Art und abhängig von der Umwelt und insbesondere der Temperatur. Im Moment sind ungefähr 1.450 Weinschwärmer verzeichnet.