Schnurrendes Chamäleon: Warum Katzen die Fellfarbe wechseln

Vielleicht habt ihr es schon erlebt, wenn ihr eine Katze habt oder öfters dieselbe Katze seht? Katzen können ganz deutlich sichtbar die Farbe ihres Felles verändern. Wie ist das nur möglich?

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Katzenbesitzer haben sich wiederholt darüber gewundert und sich etwa gefragt, wieso ein schwarzer Kater jetzt in der Sonne plötzlich rotbraun glänzt oder eine graue Katze aus dem Nichts heraus dunkler erscheint. Trotz allem sind diese Farbveränderungen des Katzenfells jedoch nicht besonders häufig und können verschiedene Ursachen haben.

Die Jahresuhr steht niemals still

Hier gilt es einerseits die Hauttemperatur, andererseits die Umgebungstemperatur zu unterscheiden. Bei orientalischen Katzenrassen (z. B. Siamese, Burmese oder Tonkanese) hat die Hauttemperatur Einfluss auf die Farbstoffproduktion des Fells: Die kühleren Gliedmaßen sind dunkler, der wärmere Körper cremefarben bis weiß.

Bei den meisten Katzen spielt dann jedoch die Umgebungstemperatur für die Farbe des Fells eine wichtige Rolle: Je nach Jahreszeit färbt sich das Fell heller oder dunkler. Auch können sich Sommer- und Winterfell farblich voneinander unterscheiden.

Der Einfluss der Sonnenstrahlen

Wie bei Menschen wird durch die Sonnenstrahlen das farbgebende Melanin zerstört, weshalb die Haare durch die Sonne heller werden. Fällt diese Veränderung bei hellen Katzen kaum auf, können dunkle Katzen nach einem sonnigen Sommer ein deutlich helleres Fell bekommen.

Mangelerscheinungen aufgrund falscher Ernährung

Tyrosin ist eine Aminosäure und in den meisten Proteinen zu finden. Sie wird nicht nur bei Katzen dazu benötigt, das schon erwähnte Melanin herzustellen. Enthält also die Nahrung einer dunklen Katze nicht ausreichend Tyrosin, kann ihr Fell verblassen oder rötlich zu schimmern beginnen.

Für gerade diesen Effekt können dann auch Kupfermangel oder Zinküberschuss eine Rolle spielen. Bevor man aber in diesem Fall blind zu irgendwelchen Nahrungsergänzungsmitteln greift, ist dringend anzuraten, besser einen Tierarzt für eine genaue Diagnose zu konsultieren.

Auch Katzen ergrauen im Alter

Wie Menschen mit wachsendem Alter weniger Tyrosin produzieren, so tun dies auch die Katzen. Mangelt es aber am für die Melaninproduktion wichtigen Tyrosin, werden dann in die Haare als Melaninersatz Luftbläschen eingebaut, die unser Auge als weiß oder grau wahrnimmt. Der Eindruck grauer Haare erklärt sich auf diese Weise.

Besser den Arzt fragen

Stellt ihr bei eurem liebsten Schmusetier eine Veränderung in der Fellfarbe fest, so ist es auf jeden Fall besser, einen Tierarzt zu konsultieren. Allein schon, um ernstere Ursachen auszuschließen.

Nur mithilfe einer eingehenden Untersuchung, Blutanalysen eingeschlossen, lässt sich eindeutig bestimmen, was genau hinter dem beobachteten Farbwechsel des Fells steckt. Also immer gut die Augen aufhalten und eurer Katze stets eine ausgewogene Ernährung anbieten.