Schweizer Stiftung postet Bilder von Tieren im Sadomaso-Kostüm. Das steckt dahinter

Schweizer Stiftung postet Bilder von Tieren im Sadomaso-Kostüm. Das steckt dahinter

Die in Zürich beheimatete Schweizer Stiftung Tier im Recht (TIR) ist bekannt für ihre kreativen Kampagnen. Auch vorigen Monat hat sie sich wieder etwas Außergewöhnliches und Kontroverses einfallen lassen und macht mit Plakaten auf sich aufmerksam, auf denen Tiere in Sadomaso-Kostümen zu sehen sind - dahinter steckt eine ganz bestimmte Absicht. 

Um die Öffentlichkeit auf Tierleiden und Tierquälerei aufmerksam zu machen, wetteifern Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen mit einfallsreichen Videos und Plakaten… und oft ungewohnten Methoden. Das ist auch der Fall bei der Schweizer Stiftung Tier im Recht (TIR), die ihren Sitz in Zürich hat. Mit ihrer kreativen Kampagne „Kein Tier hat Lust gequält zu werden“ und vier Plakaten mit Tieren in Sadomaso-Kostümen macht sie auf Tierquälerei aufmerksam und versucht, das Bewusstsein sowie der Öffentlichkeit als auch der Behörden für bestehende Missstände zu schärfen.

Die sich seit mehr als zwanzig Jahren im In- und Ausland für das Recht der Tiere und die Verbesserung der Mensch-Tier-Beziehung einsetzende Stiftung hat erst vorigen Monat wieder eine Kampagne mit schockierenden Bildern gestartet, auf der Tiere in Lederkostümen mit Peitsche, Knebel und Ketten zu sehen sind, die an die BDSM-Ausstattung von Fifty Shades of Grey und sadomasochistische sexuellen Praktiken erinnern. Unter den Bildern steht zu lesen „Kein Tier hat Lust gequält zu werden“.

Eine Kampagne mit Schockwirkung

Für diese Kampagne hat Tier im Recht jetzt schon zum vierten Mal mit einer Werbeagentur zusammengearbeitet, die dieses Projekt gratis für sie übernommen hat. Trotz kontroverser Reaktionen und Meinungen steht die Stiftung voll und ganz hinter der Wahl dieser speziellen, sexuell geprägten Bilder und ihrer schockierenden Wirkung. „Im Gegensatz zu Menschen haben Tiere nie die Möglichkeit, ihre Einwilligung in eine quälerische Handlung zu geben“, kommentiert die Stiftung die Bilder auf ihrer Webseite. „Tiere sind von uns abhängig und können sich nicht selbst verteidigen.“

Die Stiftung will damit aufs Neue auf Tierquälerei aufmerksam machen und das Bewusstsein der Öffentlichkeit für Tierleiden sensibilisieren.

Doch ihre Kampagne sorgt für Polemik. Insbesondere von der BDSM-Gemeinschaft, die es unfair findet, ihre Praktiken mit Tierquälerei zu vergleichen, wird sie dafür scharf kritisiert. 

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Doch sieh dir die Bilder auf dem Video oben am besten selbst an!

Zoe Klaus
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