Sie haben die Menschen nicht überlebt: Für diese Tiere ist 2019 ihr letztes Jahr

Sie haben die Menschen nicht überlebt: Für diese Tiere ist 2019 ihr letztes Jahr

Das vom Menschen verursachte Artensterben geht weiter. Auch dieses Jahr werden mehrere Tierarten für immer von der Erde verschwinden.

Artensterben ist nichts Neues. Das hat es auch in der Vergangenheit schon gegeben, lag es an Naturphänomenen oder eingeschleppten Arten von Fressfeinden. Doch was sich derzeit auf der Erde abspielt, ist höchst dramatisch. Denn die Schuld an diesem Massensterben von Arten hat der Mensch!

Im Jahre 2018, sind drei Vogelarten für immer von der Erde verschwunden. Und 2019 werden es vielleicht sogar noch mehr sein. Das klingt zwar nicht so bedrohlich, ist es aber. Mehrere Biologen weltweit schlagen Alarm: Bis 2050 werden vielleicht schon 30 bis 50 Prozent der wildlebenden Arten unserer Erde für immer verschwunden sein. 

Das schlimmste Artensterben seit dem Verlust der Dinosaurier 

„Unser Planet macht gerade das sechste Massensterben von Pflanzen und Tieren mit, die sechste Welle des Aussterbens der letzten 500 Millionen Jahre. Wir erleben derzeit das schlimmste Artensterben seit dem Verlust der Dinosaurier“, heißt es aus dem Zentrum für biologische Vielfalt in den USA. 

Zu den 2018 ausgestorbenen Arten gehört unter anderem der auch als Weißwangen-Kleidervogel bekannte Po’ouli, ein auf Hawaii beheimateter Singvogel, der erst vor 45 Jahren entdeckt worden ist und von dem nie mehr als 150 Exemplare beobachtet werden konnten. Laut BirdLife International wurde 2004 das letzte Mal einer dieser durch Katzen, Ratten und Mungos dezimierten Singvögel auf Hawaii gesichtet.

Andere bereits ausgestorbene heimische Vogelarten

Doch es gelten noch mehr seltene Vogelarten als bereits ausgestorben. In Brasilien sind der Alagoas-Blattspäher und der Dunkelkopf-Blattspäher aus der Familie der Töpfervögel 2007 und 2011 zum letzten Mal gesichtet worden. Obwohl sie noch auf der Roten Liste gefährdeter Arten geführt werden, konnten seither keine weiteren Exemplare mehr dieser seltenen Singvögel gesichtet werden.

Den durch seine Darstellung im Animationsfilm „Rio“ bekannten Spix-Ara, von dem in Gefangenschaft noch schätzungsweise 60 bis 80 Exemplare leben, tendieren Experten schon jetzt als ausgestorben zu betrachten, da er in seinem natürlichen Lebensraum nicht mehr vorkommt. 

Für andere ist das Ende nah

Während diese Arten schon der Tiergeschichte angehören, ist für andere das Ende nah. Es ist leider nur noch eine Frage von Stunden oder Tagen, bis auch sie ausgestorben sind. Das ist der Fall beim Nördlichen Breitmaulnashorn, dessen letztes männliches Exemplar im März 2018 in Kenia gestorben ist. Jetzt gibt es von dieser Art nur noch zwei in Gefangenschaft lebende Weibchen. Zwar hofft die Wissenschaft immer noch auf den Erfolg einer künstlichen Befruchtung, doch die zur Verfügung stehenden Mittel sind teuer und kompliziert…und dazu bei Nashörnern noch unerprobt.

Der kleinste Meeressäuger ist ebenfalls vom Aussterben bedroht

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Der erst 1958 entdeckte Kalifornische Schweinswal oder Golftümmler ist einer der kleinsten Wale der Welt und gehört zu den am meisten bedrohten Meeressäugetieren überhaupt. Seine Population wird derzeit auf nur noch rund 30 freilebende Exemplare geschätzt. Ihm werden meist die Treibnetze der Stellnetzfischerei zum Verhängnis, in denen er sich als Beifang verfängt und elendig ertrinkt. Es ist zu befürchten, dass seine Art 2019 nicht überlebt.

Doch für manche Arten gibt es auch gute Nachrichten 

Doch es gibt auch Arten, für die 2018 ein gutes Jahr war. Das ist der Fall beim Berggorilla. Seine Art steht zum ersten Mal seit langem nicht mehr auf der Roten Liste gefährdeter Arten. Dasselbe gilt für die schon seit mehr als dreißig Jahren nicht mehr von Menschen gesichtete San-Quintin-Känguru-Ratte, die 2018 wieder in einem kleinen Gebiet von Mexiko gesehen wurde, und den in Mexiko heimischen Dumerils Querzahnmolch, der nur dank dem Einsatz einer von Nonnen betriebenen Zuchtfarm überlebt hat.

Birgit Meier
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