So verarbeiten Haustiere den Tod eines anderen Tieres

So verarbeiten Haustiere den Tod eines anderen Tieres

Der Tod eines geliebten Haustieres ist immer traurig. Doch er belastet nicht nur uns Menschen. Auch die anderen Haustiere trauern um ihren verstorbenen Freund. Das musst du darüber wissen!

Es ist nicht leicht, wenn ein Haustier stirbt - der Tod eines Hundes ist genauso schlimm wie das Ableben eines Verwandten. Für viele gehören die Haustiere zu den besten Freunden. Sie spenden Trost und bringen Freude. Aber wie gehen Tiere mit dem Tod anderer Tiere um?

Broken-Heart-Syndrom

Menschen können an dem Broken-Heart-Syndrom leiden, wenn eine geliebte Person oder ein Tier stirbt. Unter diesem Syndrom versteht man eine Funktionsstörung des Herzmuskels bedingt durch emotionalen Stress. Die Tierfachärztin Katharina Reitl erklärt gegenüber Kurier:

Tiere spüren Gefühle. Es liegt daher nahe, dass auch sie von dem Gebrochenen-Herz-Syndrom betroffen sein können.

Haustiere merken, wenn ein tierisches Familienmitglied fehlt und sie reagieren unterschiedlich auf die Veränderung. Manche Tiere verweigern das Futter, sind antriebslos, suchen das verstorbene Tier in der ganzen Wohnung oder entwickeln Angststörungen. Was dagegen helfen kann, verraten wir euch im Video oben.

Das Tier muss sich verabschieden können

Wie die Seite cat-newsberichtet, ist es für Hund und Katze gleichermaßen wichtig, sich von dem verstorbenen Tier zu verabschieden. Sollte das Tier also beim Tierarzt eingeschläfert worden sein, sollte man es nicht dort lassen.

Die Tiere müssen das verstorbene Haustier sehen, um zu begreifen, was vor sich geht. Ein toter Körper sieht anders aus und riecht anders. Das nehmen die Tiere wahr und können dann verstehen, dass ihr Kumpel nie wieder mit ihnen spielen wird.

Die letzte Fellpflege

Hunde und Katzen beschnuppern den Leichnam oft und machen Fellpflege beim Freund. Das ist ganz normal und sollte nicht unterbunden werden. Nur so kann das Tier verstehen, was vor sich geht.

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Wenn euer Haustier sich verabschieden konnte, stellt sich vor allem eine Frage: Kann ich mein geliebtes Tier in meinem Garten begraben? Die Stadt Hamburg entgegen hat eine wunderbare Idee per Gesetz möglich gemacht: Dort sind künftig Mensch-Tier-Bestattungen erlaubt.

Sarah Kirsch
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