Tauben-Küken: Wie sehen Tauben-Babys aus?

Hast du schon einmal ein Taubenküken auf der Straße gesehen? Wahrscheinlich nicht! Und das ist auch gar nicht verwunderlich. Es hat etwas mit der Entwicklung und dem Wachstum dieser Jungvögel zu tun. Um das zu verstehen, sehen wir uns ihre Kinderstube hier einmal genauer an.

Tauben sind Nesthocker

Sowohl in der Stadt als auch auf dem Land kommt es selten vor, ein Taubenküken beobachten zu können. Und das aus dem guten Grund, dass Tauben Nesthocker sind. Junge Tauben können sich nach dem Schlüpfen weder selbst ernähren noch das Nest verlassen, denn sie sind in den ersten Tagen ihres Lebens meistens noch blind und, abgesehen von einem leichten Flaum, halbnackt.

Deshalb bleiben sie so lange im Nest

In dieser Zeit sind sie besonders verletzlich und gefährdet. Sie können nicht einmal selbst ihre Körpertemperatur halten, sind kälte- und zugempfindlich und völlig auf ihre Eltern angewiesen. Sie bleiben also in ihren möglichst gut versteckt und hochliegenden Nestern, bis sie ausgewachsen und bereit sind, sich den Anforderungen des Lebens selbst zu stellen. Junge Tauben gehören zu den Vögeln, die am längsten im Nest bleiben.

Tatsächlich bleiben Taubenküken vier bis sechs Wochen im Nest, bis sie fliegen können und ihr komplettes Federkleid haben, während andere Jungvögel das Nest viel schneller verlassen, wie zum Beispiel der Kiebitz, der als Nestflüchter bekannt ist, weil er das Nest verlässt, sobald das letzte Junge geschlüpft ist.

So werden Taubenküken erwachsen

Die Entwicklung vom Taubenküken zur Jungtaube erfolgt in mehreren Etappen. In der ersten Zeit wird das Taubenküken von seinen Eltern mit Kropfmilch ernährt, einer milchartigen Substanz, die von den „stillenden“ Elternvögeln im Kropf erzeugt wird. In dieser ungefähr zwei Wochen dauernden Entwicklungsphase wachsen die Küken sehr schnell heran, da diese Substanz sehr nahrhaft ist.

Danach werden die Jungtauben von ihren Eltern auch mit Körnern und Samen gefüttert. Sie bleiben in der Obhut ihrer Eltern, bis sich ihre Federn, ihre Muskeln und ihr Gewicht so weit entwickelt haben, dass sie von den Alttauben kaum noch zu unterscheiden sind. Beim Verlassen des Nests sehen die Jungtauben von der Größe und dem Federkleid her den Alttauben so ähnlich, dass sie kaum noch identifizierbar sind. Nur ein aufmerksamer Beobachter wird sie an ihrem etwas glanzloseren und kürzeren Gefieder sowie an ihren schwarzen Augen erkennen, die sich von den eher rot-orangen Augen älterer Tauben unterscheiden. Bei den meisten Stadttauben handelt es sich um Felsentauben (Columba livia). Sie haben freilebend eine durchschnittliche Lebensdauer von sechs Jahren.

Ein Rettungsfloß mit Steg für Frösche, Kriechtiere und andere kleine Tiere, damit der Pool für sie nicht zur tödlichen Falle wird! Ein Rettungsfloß mit Steg für Frösche, Kriechtiere und andere kleine Tiere, damit der Pool für sie nicht zur tödlichen Falle wird!