Tiere als Weihnachtsgeschenk: Kauf im Zoogeschäft oder im Tierheim?

Tiere als Weihnachtsgeschenk: Kauf im Zoogeschäft oder im Tierheim?

So kurz vor Weihnachten kaufen viele Familien mal eben noch schnell ein Haustier als Geschenk für die Liebsten. Doch dabei kann man vieles falsch machen, wie die die Tierschutzorganisation One Voice verkündet. Wir sagen dir, wie du alles richtig machst!

Vielerorts werden junge Hunde, Kätzchen, Kaninchen und andere Tiere in Zoohandlungen angeboten - doch das niedliche Angebot hat einen bitteren Nachgeschmack.

Aus Massenzucht zweifelhafter Herkunft

Die meisten Jungtiere dieser Art werden in Massenzucht in Osteuropa produziert und sind recht zweifelhafter Herkunft.

Sie sind kaum entwöhnt (wenn überhaupt) und werden ihren Müttern entrissen und in Transportkisten gepfercht nach Westeuropa verfrachtet, um dort eine stets blühende Nachfrage nach Haustieren zu befriedigen.

Ein in der Weihnachtszeit blühendes Geschäft

Besonders zu Weihnachten boomt die Nachfrage. Viele Eltern kommen jetzt dem Wunsch ihrer Kinder nach und kaufen ihrem Nachwuchs noch schnell einen tierischen Begleiter. In Zoohandlungen, wo Spielzeug, Futter und sonstiges Zubehör für Tiere angeboten wird, werden die meisten Jungtiere gekauft.  

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Die Tiere werden dort als Ware angeboten, in erster Linie um ein rentables Geschäft mit ihnen zu machen. Ihre Herkunft ist meistens nicht geklärt. Sie sind nur selten tierärztlich versorgt und meistens nicht einmal geimpft und sterilisiert.

Unbekannte Herkunft

In Zoohandlungen werden kaum Angaben über die Herkunft der Tiere gemacht. Sie haben keine Papiere und noch weniger ein Gesundheitszeugnis. Es geht nicht um das Wohl der Tiere, sondern nur um den eigenen Profit. Modehunde wie ChihuahuasSpitz, nordische Rassen und Modekatzen wie die Ragdoll oder die Maine-Coon-Katze und andere können dort schnell über 1.000 Euro kosten. In den leider oft überfüllten Tierheimen dagegen, wo die Adoption eines Tiers nur um die 100 bis 250 Euro kostet, sind die Tiere systematisch untersucht, geimpft und sterilisiert. Das Geschäft mit Tieren und Tieraccessoires boomt um die Weihnachtszeit.

Doch es geht nur um Gewinn und Vermarktung. Niemand kümmert sich um die Lebensbedingungen dieser armen Tiere. Und vor allem eine Frage stellt sich noch: Was wird aus all den Jungtieren, die nicht gekauft werden? Oder hast du schon einmal ausgewachsene Hunde oder Katzen in einem Zoogeschäft gesehen?

• Zoe Klaus
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