Tiere an der Brust stillen: Die Tierliebe der Bishnoi ist verblüffend
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Tiere an der Brust stillen: Die Tierliebe der Bishnoi ist verblüffend

In Indien ist eine religiöse Gemeinschaft beheimatet, die für ihre uneingeschränkte Tierliebe bekannt ist und von denen wir noch viel zum Umgang mit Tieren lernen können. Aber was steckt wirklich hinter den Mythen, die sich um die Bishnoi ranken?

Innerhalb der letzten Jahre ist ein starker Trend hin zum Vegetarismus zu erkennen, immer mehr Menschen verzichten bewusst auf den Verzehr von Fleisch. Manche gehen sogar noch einen Schritt weiter und entsagen allen tierischen Produkten. Vegan ist schließlich gesund für mich, gesund für die Umwelt und, am allerwichtigsten, schützt Tiere.

Besondere Tierliebe der Bishnoi Mike Powles@Getty Images

Die Tierliebe der Bishnoi

Doch von dieser religiösen Gemeinschaft können sich selbst eingefleischte Veganer noch eine Scheibe abschneiden. Was hierzulande durch etliche Tierrechts-Paragraphen höchst offiziell geregelt ist, das leben Bishnoi ganz selbstverständlich und uneigennützig. Dabei geht ihr Umgang mit Tieren noch weit über den bloßen Verzicht auf deren Abgaben hinaus.

Bishnoi bedeutet "Neunundzwanzig" und bezieht sich auf die 29 spirituellen, aber auch ökologischen Gebote, nach denen die Glaubensgemeinschaft lebt. So existiert sie bereits seit über 500 Jahren in Indien.

Bishnoi sind bekannt für ihre uneingeschränkte Liebe und Respekt, die sie Tieren entgegenbringen. Um den Mythen, die sich um die Gemeinschaft ranken, auf den Grund zu gehen, reist ein Reporter für RTL nach Indien und besucht sie vor Ort. Stimmt es tatsächlich, dass dort Frauen verwaiste Tiere stillen wie menschliche Kinder?

Frauen stillen sogar verwaiste Tiere

Die Antwort ist verblüffend: ja! Die Tierliebe geht so weit, dass Frauen wilde Tiere mit der eigenen Muttermilch aufpeppeln. Eines der 29 Gebote, nach denen die Bishnoi leben, lautet: "habe Mitgefühl mit allem, was lebt!". Ein Tier ist für sie dem Menschen ebenbürtig.

Nicht ohne Grund kommt der Reporter zu einem sehr melancholischen Schluss. Die Welt wäre ein besserer Ort, würden alle so bedacht und selbstlos leben wie die Bishnoi, einfach aus reiner Überzeugung heraus.

Von Maximilian Vogel
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