Tierliebhaber entsetzt: Stadt verbietet jetzt Haustiere!

Tierliebhaber entsetzt: Stadt verbietet jetzt Haustiere!

Stell dir vor, deine Stadt würde dir verbieten, ein Haustier zu halten! Schrecklich, oder nicht? Doch für viele Menschen wird das nun traurige Realität - die erste Stadt verbietet jetzt das Halten von vierbeinigen Freunden.

Kennst du die Stadt Omaui in Neuseeland? Wir auch nicht. Aber jetzt macht der Ort ordentlich von sich reden: Um ihre Mikrofauna zu erhalten, will die neuseeländische Stadt eine drastische Maßnahme durchsetzen! Es wird ihren Bewohnern bald nicht mehr möglich sein, eine Hauskatze zu adoptieren.

Schluss mit mörderischen Raubzügen! 

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Grund für die katzenfeindliche Politik der neuseeländischen Stadt sind die Schäden, die von den Jägern auf Samtpfoten unter den heimischen Vögeln, Echsen, Nagern und Insekten angerichtet werden. Denn aller Vorteile und schönen Momente zum Trotz, die das Halten einer Katze so mit sich bringt, sind und bleiben Katzen doch vor allem Jäger und können großen Schaden in der Natur ihrer näheren Umgebung anrichten.

Daher hat die kleine Stadt Omaui im Süden Neuseelands jetzt kurzerhand beschlossen, das Übel an der Wurzel zu packen und zum Schutz der 63 Arten kleiner Säugetiere rund um die Stadt die Haltung von Katzen zu verbieten.

Ein schrittweise in Kraft tretendes Gesetz

Natürlich und glücklicherweise wird von den Katzenbesitzern der Stadt nicht verlangt, ihre Lieblinge einschläfern zu lassen. Stirbt eine Katze jedoch eines natürlichen Todes im Alter, darf sie nicht mehr ersetzt werden. Bisher in der Stadt lebende Katzen müssen sterilisiert, mit einem elektronischen Chip versehen und amtlich gemeldet werden. So kann die Stadt sichergehen, dass sich der bisherige Katzenhalter nach dem Ableben seiner Samtpfote nicht eine neue Katze zulegt.

John Collins, der Vorsitzende der zuständigen Regionalbehörde zur Erhaltung der heimischen Wildfauna hat BBC gegenüber erklärt: „Wir sind keine Katzenhasser. Wir wollen nur die artenreiche Wildfauna unseres benachbarten Naturschutzgebietes erhalten.“

Die Wildvögel in der Umgebung werden schon bald aufatmen können. Und dafür ist es höchste Zeit! Im April veröffentlichten Studien der internationalen Vogelschutzorganisation Bird Life zufolge sind 13 Prozent der Vogelarten weltweit vom Aussterben bedroht. Bei 40 Prozent hat sich die Population schon drastisch verringert.

Widerstand vonseiten der Katzenhalter und Katzenliebhaber 

Vonseiten der Katzenhalter und Katzenliebhaber gibt es großen Widerstand. Ihrer Ansicht nach seien Katzen nicht die Hauptverantwortlichen für den Rückgang der Vogelzahlen. Die Verantwortlichkeit liege vielmehr auf Seiten der intensiven Landwirtschaft und ihrer Monokulturen und dem übermäßigen Einsatz von Insektiziden und Unkrautvernichtungsmitteln.

Sie heben hervor, welch wichtige Rolle die Katzen beim Regulieren der Nager spielen, die für Ernteschäden sowie für Schäden auf Land und Flur sorgen. In der Gegend um Omaui im Süden Neuseelands ist es sehr feucht: Es wimmelt nur so an Nagern, die an der Ernte und privaten Vorräten naschen und warme Nester für den Winter suchen.

So kommt es zu hitzigen Diskussionen zwischen Naturschützern und Katzenfreunden. Welche Seite wird hier wohl den Kürzeren ziehen? 

• Sophie Kausch
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