Tierschützer dringen in albanischen „Höllenzoo“ ein

Tierschützer dringen in albanischen „Höllenzoo“ ein

Schon lange steht der Safari Park Zoo in der albanischen Stadt Fier auf der roten Liste der Tierschützer: Nun bringt ein anonymer Fotograf Aufnahmen in die Öffentlichkeit, die die dramatischen Zustände in dem „Höllenzoo“ aufdecken.

Die Bilder aus dem Privatzoo, die momentan um die Welt gehen, zeugen von unwürdigen Bedingungen an allen Ecken und Enden. Im Mittelpunkt der beklemmenden Aufnahmen steht ein Löwe mit einer unbehandelten Augenentzündung, abgemagert, in einem viel zu kleinen Gehege. Anstatt in der Steppe frei umher zu laufen ist er in ein Gefängnis aus Beton gesperrt, das nicht viel größer als ein Wohnzimmer ist.

Schlimme Folgen für die Psyche der Tiere

Auch die anderen Tiere werden unter katastrophalen Zuständen gehalten. Ein Wolf ist komplett abgemagert in einem viel zu kleinen Gehege zu sehen. Im Zoo gibt es auch Zebras und ein Gnu, beide in kleinen Gehegen aus Beton untergebracht. Sie müssen in ihren eigenen Exkrementen stehen und haben weder ausreichende Verpflegung noch Schutz vor der brütenden Sonne. Experten können nur betonen, dass die Zustände verheerende Auswirkungen auf die körperliche und mentale Gesundheit der Tiere haben:

„Bei jedem einzelnen Tier sind Anzeichen für die psychischen und physischen Auswirkungen der Haltung in solch einer erbärmlichen Umgebung sind deutlich zu erkennen. Wenn nicht bald etwas getan wird, werden diese Tiere weiterhin leiden und höchstwahrscheinlich unter diesen unzumutbaren Bedingungen sterben“, sagt beispielsweise Ioana Dungler, die Direktorin der Abteilung für Wildtiere bei der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN.

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Regierung erklärt sich zur Hilfe bereit 

Wie es auf der Website der Tierschutzorganisation heißt, hat sich das albanische Umweltministerium mittlerweile dazu bereit erklärt, die Tierschützer bei einer Befreiungsaktion zu unterstützen. Bis es aber tatsächlich soweit ist, sind die Vierbeiner weiterhin ihren grausamen Besitzern schutzlos ausgeliefert. 

Ähnliche Fälle - wie etwa dieser aus Argentinien - gibt es leider immer wieder. Erst vor Kurzem machten Tierschützer grausige Entdeckungen in einem japanischen Marinepark.

• Sophie Kausch
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