Tierschützer entsetzt: Japan nimmt den kommerziellen Walfang wieder auf

Tierschützer entsetzt: Japan nimmt den kommerziellen Walfang wieder auf

Japan hat offiziell seinen Rückzug aus der Internationalen Walfangkommission (IWC) angekündigt. Doch wie konnte es dazu kommen?

Jetzt ist es offiziell. Am Mittwoch, den 26. Dezember hat die japanische Regierung ihren Rückzug aus der Internationalen Walfangkommission (IWC) erklärt, dem letzten Bastion, das dem Land der aufgehenden Sonne beim Walfang noch im Wege stand, um den kommerziellen Walfang wieder aufzunehmen.

Seit Monaten schon stand die Frage im Raum. Im September hatte die IWC den Antrag Japans auf „nachhaltige Nutzung der Walressourcen“ abgelehnt. Japans Antrag war auf heftige Opposition der walfanggegnerischen Nationen wie Australien, den Vereinigten Staaten oder auch der Europäischen Union gestoßen.

So wird Japan, den Worten eines Regierungswortsprechers nach, ab Juli 2019 „den kommerziellen Fang der Säugetiere wiederaufnehmen“. Weiterhin verboten wird der Walfang in den Gewässern der Antarktik und der südlichen Hemisphäre bleiben. Gejagt werden soll ab Juli kommenden Jahres in den japanischen Hoheitsgewässern und im Nordpazifik. 

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Nicht im Einklang mit dem Rest der Welt

Mit dieser Entscheidung stellt sich Japan zusammen mit Island, Norwegen und Grönland, den einzigen Ländern, die noch Walfang praktizieren, gegen den Rest der Welt. Von Seiten der wahlfanggegnerischen Nationen hagelte es auch sogleich heftige Kritik. Insbesondere Greenpeace hat sich sofort nach der Ansage gegen die Entscheidung Japans gestellt: „Es ist offensichtlich, dass die japanische Regierung versucht hat, diese Ansage ans Jahresende zu schmuggeln, um der Aufmerksamkeit der internationalen Medien zu entgehen. Doch der Rest der Welt ist nicht auf den Kopf gefallen. Dieser Beschluss steht in krassem Gegensatz zur Haltung der internationalen Gemeinschaft und ignoriert die Notwendigkeit, unsere Ozeane und diese majestätischen Kreaturen zu schützen.“

Im Grunde genommen, hat Japan nie aufgehört, Walfang zu betreiben. Es hat nur unter dem Vorwand, Walfang zu Forschungszwecken zu betreiben, ein juristisches Schlupfloch im Moratorium von 1986 ausgenutzt, welches zwar den kommerziellen Walfang verbietet, jedoch den Fang zu wissenschaftlichen Zwecken zulässt. Jetzt muss sich Japan nicht mehr hinter einem Vorwand verbergen und wird wieder kommerziellen Walfang in großem Stil betreiben.

• Zoe Klaus
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