Tierschützer feiern: Dieses neue Gesetz tritt ab sofort in Kanada und Pennsylvania in Kraft
Tierschützer feiern: Dieses neue Gesetz tritt ab sofort in Kanada und Pennsylvania in Kraft
Tierschützer feiern: Dieses neue Gesetz tritt ab sofort in Kanada und Pennsylvania in Kraft
Weiterlesen

Tierschützer feiern: Dieses neue Gesetz tritt ab sofort in Kanada und Pennsylvania in Kraft

Seit 2014 sind Hundebesitzer in Kanada dazu verpflichtet, ihre Schützlinge nicht länger als 30 Minuten draußen in der Kälte zu lassen. Nun übernimmt Pennsylvania einige dieser Regelungen und nimmt ein spezielles "Frostschutz-Gesetz" für Tiere bei sich mit auf.

2017 hat Pennsylvania ein neues Gesetz zum Schutz der Tiere vor Missbrauch und Quälerei verabschiedet. Laut der York Daily Record ist dies eine Reaktion auf verschiedene Todesfälle von Tieren, die sich nach schweren Wettereinwirkungen ereignet hatten. Teile des jetzt verabschiedeten Gesetzes orientieren sich dabei an Regelungen, die bereits 2014 von der kanadischen Provinz New-Brunswick erlassen wurden.

Beispielsweise ist es in New-Brunswick aufgrund der extremen winterlichen Temperaturen bei Strafe verboten, seinen Hund länger als 30 Minuten zwischen 23 und 6 Uhr morgens ins Freie zu lassen, wenn die Temperaturen unter den Gefrierpunkt gesunken sind. Eine Ausnahme besteht nur dann, wenn der Besitzer selber dabei und nicht mehr als 25 Meter von seinem Hund entfernt ist.

Pennsylvania, das nördlich von New York liegt, hat aufgrund des anderen Klimas die Bestimmungen noch um die Sommermonate ergänzt: Hier gilt, dass die Tiere im Sommer nicht länger als 30 Minuten Temperaturen über 32 Grad ausgesetzt werden dürfen. Bei Verstößen kann der Besitzer im Extremfall zu Geldstrafen bis 15.000 Dollar oder Haftstrafen bis zu sieben Jahren verurteilt werden.

Darüber hinaus weisen zahlreiche Tierschutzorganisationen darauf hin, dass das Anketten generell niemals gut sei und zu aggressivem Verhalten sowie schweren Beeinträchtigungen bei den Tieren führen kann.

In Deutschland wurde das erste deutsche Tierschutzgesetz (Reichstierschutzgesetz) wurde am 24. November 1933 verabschiedet. Dieses bildete die Grundlage, in die später wesentliche Aspekte in das TierSchG einflossen.

Um ihm mehr Gewicht zu verleihen, wurde im Mai 2002 der Tierschutz endlich auch in das Grundgesetz aufgenommen. Eine Neuerung des Tierschutzgesetzes trat dann am 13. Juli 2013 in Kraft. Eine Reihe von Novellierungen umfassen unter anderem Bestimmungen zu den Versuchstierrichtlinien, dem sexuellen Missbrauch, der Anwendung des Qualzuchtverbotes und zur Nutztierhaltung.

Deutsche Tierschützer kritisieren jedoch das Tierschutzgesetzt als unvollständig, so sind zum Beispiel Tierversuche noch immer erlaubt und müssen nicht genehmigt, sondern lediglich angemeldet werden. Hier besteht noch reichlich Bedarf an Verbesserungen und Kanada und Pennsylvania haben hierfür einen großen Schritt nach vorne gemacht, an dem sich auch europäische Länder durchaus orientieren sollten.

Von der Redaktion

Keine Verbindung
Bitte Einstellungen prüfen